Global Opportunities

Steigende Nachfrage nach Keksen, Zerealien und Süsswaren

Geschäftsmöglichkeiten in Indonesien

Unter den wichtigsten Katalysatoren, die die Nachfrage nach Keksen, Zerealien und Zuckerwaren im Land antreiben, sind die wachsende Mittelklasse, steigende verfügbare Einkommen, ein breiter aufgestellter Vertrieb und eine grössere Produktvielfalt. Hier erfahren Sie mehr über die Geschäftschancen für Schweizer Unternehmen in Indonesien.

Getreide

Der Konsum von Keksen hat sich mehr als verdoppelt

Seit 2014 hat sich der Pro-Kopf-Konsum von Keksen mehr als verdoppelt und erreichte 2017 bei einer Marktdurchdringung von 90 % 2 kg. Dieser positive Trend lässt sich auch bei Zerealien und Zuckerwaren beobachten. Die Nachfrage nach Produkten dieser Kategorien wird in naher Zukunft voraussichtlich stetig steigen, da sich die Ernährungsgewohnheiten weiter einem westlichen Muster anpassen und das Ernährungsbewusstsein der Konsumenten wächst. Darüber hinaus werden Innovationen durch eine Reihe neuer Rezepturen und Geschmacksrichtungen die Inlandsverkäufe in den kommenden Jahren wohl weiter ankurbeln. Insbesondere jüngere Konsumenten sollten im Fokus stehen, da diese generell gerne neue Produkte probieren.

2017 wurden Kekse im Wert von 35,2 Millionen US-Dollar nach Indonesien importiert, was einem Rückgang von 5,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die grössten Exporteure waren Malaysia (19,1 Millionen US-Dollar), Thailand (6,9 Millionen US-Dollar), Italien (5,4 Millionen US-Dollar), Deutschland (0,49 Millionen US-Dollar) und Korea (0,43 Millionen US-Dollar). Im Gegensatz dazu stiegen die Importe von Zerealien im selben Zeitraum, mit einem Gesamtvolumen von 28,1 Millionen US-Dollar. Die wichtigsten Lieferländer waren Malaysia (46 %), China (11,7 %), Saudi-Arabien (11,3 %), Thailand (8,6 %) und die Philippinen (7,2 %). Auch Zuckerwaren stiegen erheblich um 8,7 % (auf einen Wert von 54 Millionen US-Dollar). Die wichtigsten Anbieter waren China (29 Millionen US-Dollar, 54,1 %), Malaysia (7,5 Millionen US-Dollar, 13,9 %), Thailand (3,9 Millionen US-Dollar, 7,3 %), Vietnam (2,9 Millionen US-Dollar, 5,4 %) und Belgien (2,8 Millionen US-Dollar, 5,2 %).

Marktanteil für Kekse, Zerealien und Süsswaren

Die Keksindustrie des Landes wurde nacheinander von PT Khong Guan Biscuit Factory, PT Mayora Indah, PT Ultra Prima Abadi und PT Garudafood angeführt. Im Bereich der gesüssten Kekse verfügt Kraft Food Indonesia (USA) zusammen mit den lokalen Produzenten Kaldu Sari Nabati, Mayora Indah, Ultra Prima Abadi (Orang Tua Group) und Khong Guan Indonesia über einen Marktanteil von fast 70 %. Die Präsenz anderer ausländischer Firmen wie Mondelēz in Indonesien hat den Wettbewerb in diesem Marktsegment weiter verschärft. In der Kategorie Zerealien kontrolliert Mayora Indah mit der Marke «Energen» den grössten Anteil (rund 65 %), gefolgt von dem Schweizer Hersteller Nestlé mit den Marken Koko Krunch, Milo und Nestlé Corn Flakes. Im Segment Zuckerwaren ist der internationale Konzern Perfetti Van Melle deutlich führend. Andere wichtige Marktteilnehmer sind Mayora Indah, Kapal Api Group und Konimex Pharmaceutical Laboratories.

Lebensmitteleinzelhändler als wichtiger Vertriebsweg

Obwohl die traditionellen Lebensmittelhändler weiterhin die Landschaft dominieren, bleiben Hyper- und Supermärkte die bevorzugten Kanäle für den Vertrieb importierter Kekse, Zerealien und Süsswaren in Indonesien. 2017 führten Transmart Carrefour (110 Standorte), Giant (166 Standorte), Hypermart (113 Standorte) und Lotte Mart (46 Standorte) das Segment der Hypermärkte an. Hero Supermarket (32 Standorte), Super Indo (157 Standorte), Ranch Market (14 Standorte), FoodHall (26 Standorte) und Foodmart (40 Standorte) waren die grössten Supermarktketten. Das Geschäft im Bereich der Verbrauchermärkte wächst im ganzen Land und leistet einen Beitrag zum Vertrieb von Produkten in noch nicht erschlossenen Gebieten. In diesem Sektor liegen Indomaret (15’394 Standorte) und Alfamart (13’503 Standorte) vorn und waren für 29,9 % des Gesamtumsatzes im Bereich der Fast Moving Consumer Goods (FMCG) verantwortlich. Darüber hinaus fördert der Anstieg des verfügbaren Einkommens der städtischen Bevölkerung das Wachstum der Foodservice-Branche. Gemäss den aktuellsten verfügbaren Daten gibt es im Land rund 2’300 Hotels und über 100’000 Systemgastronomiebetriebe. Die breit gefächerte Nachfrage, insbesondere nach westlichen Lebensmitteln, bestärkt die Branche, die Palette importierter Produkte zu erweitern. Insgesamt spielen Vertreiber und Importeure bei der Lieferung von Produkten an Gross- und Einzelhändler sowie an die Endkunden eine Schlüsselrolle.

Rechtlicher Rahmen für verarbeitete Lebensmittel in Indonesien

Alle verarbeiteten Lebensmittelprodukte in Verkaufsverpackungen sollten bei der indonesischen National Agency for Drug and Food Control (BPOM) registriert werden, um eine Registrierungsnummer zu erhalten (Code ML: Makanan Luar für importierte Lebensmittel). Die Registrierung kann durch den autorisierten Vertreiber/Importeur online erfolgen. Ausserdem sind unter anderem Rechtsdokumente des Vertreibers, ein Ernennungsschreiben, eine Verkaufsurkunde und ein Analysezertifikat einzureichen. Wenn alle Dokumente vollständig vorliegen, beginnt das Beurteilungsverfahren. Dieses kann bis zu sechs Monate dauern. Die Lizenz ist fünf Jahre lang gültig und die Gebühren für die Registrierung belaufen sich auf 21 bis 34 US-Dollar pro Produkt.

Informationen über die Genehmigungsurkunde und Einfuhrsteuern

Darüber hinaus benötigt der Importeur vor der Einfuhr in das Land eine Einfuhrgenehmigungsurkunde (SKI), um die Zollabfertigung zu vereinfachen und die Zollfreigabe zu ermöglichen. Die Regierung Indonesiens erhebt 10 % bis 20 % Einfuhrzoll für solche Produkte, 10 % Mehrwertsteuer und 7,5 % Einfuhrsteuer. Ausserdem wird das Land für alle am Markt befindlichen Produkte im Oktober 2019 eine Halal-Kennzeichnungspflicht erlassen. Lebensmittel- und Getränkeprodukten wird bei dieser Umsetzung der Halal-Gesetzgebung höchste Priorität eingeräumt. Produkte, die als nicht halal zertifiziert wurden, müssen als solche gekennzeichnet sein.

Attraktive Möglichkeiten für Schweizer Hersteller

Nehmen Sie vom 24. bis 27. Juli 2019 an der Food & Hotel Indonesia in Jakarta teil und erforschen Sie den indonesischen Markt. Der Swiss Business Hub Indonesia ist mit einem MiniSwissPavilion vertreten. Wenn Sie mehr erfahren möchten, setzen Sie sich bitte mit unserer Senior Consultant für Südostasien Angela di Rosa in Verbindung.

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