Global Opportunities

Instantgetränke und Energydrinks in Indonesien

Ein Marktüberblick

In den vergangenen vier Jahren ist der Pro-Kopf-Konsum in den meisten Kategorien von Instantgetränken um mehr als 60 % gestiegen. Trinkfertiger Tee ist das Lieblingsgetränk indonesischer Verbraucher, gefolgt von trinkfertigem Saft, Gesundheits-/Energydrinks und kohlensäurehaltigen Getränken. Das indonesische Industrieministerium geht davon aus, dass sich der Markt für Instantgetränke in den kommenden Jahren weiter positiv entwickeln wird. Dies bietet Möglichkeiten für Schweizer Unternehmen, die in dieser Branche tätig sind.

Instantgetränke

Die steigende Kaufkraft der Verbraucher, eine gesundheitsfördernde Wirkung und eine Reihe einzigartiger Geschmacksrichtungen dürften den Umsatz ankurbeln. Das wachsende Gesundheitsbewusstsein der indonesischen Verbraucher – insbesondere der städtischen Bevölkerung – hat die Nachfrage nach gesünderen und damit teureren Produkten zuletzt in die Höhe getrieben.

Marktübersicht für Instantgetränke

Insgesamt haben sich indonesische Importe von Instantgetränken jüngst verdoppelt, von 46,1 Millionen US-Dollar im Jahr 2016 auf 108 Millionen US-Dollar im Jahr 2017. Unter den aus dem Ausland importierten Produkten waren beispielsweise Saftpackungen im Wert von 24,3 Millionen US-Dollar. Die Importe stammten vornehmlich aus Brasilien (47,4 %), China (11,7 %), den USA (11,2 %), Österreich (7,5 %) und Indien (3,2 %). Der Import von Mineralwasser und kohlensäurehaltigen Getränken nach dem HS-Code 220210 erzielte 2017 einen Wert von 29 Millionen US-Dollar. Produkte in dieser Kategorie stammten hauptsächlich aus Malaysia, Thailand, Österreich, Singapur und China. In anderen Getränkekategorien wie Energydrinks und Getränke auf Kaffeebasis waren Malaysia und Thailand die Hauptmarktakteure, mit einem Anteil von 62,8 % und 22,2 % am Gesamtimportvolumen von 54,7 Millionen US-Dollar.

Hauptakteure der Branche

Die wichtigsten Akteure auf dem Markt für Instantgetränke können in die folgenden Produktkategorien eingeordnet werden: trinkfertiger Tee, trinkfertiger Saft, Gesundheits-/Energydrinks und kohlensäurehaltige Getränke. Im Jahr 2017 führte Sinar Sosro mit seiner bekannten Marke Tehbotol Sosro (50 % Marktanteil) den Markt für trinkfertigen Tee an. Die internationalen Hersteller Nestlé und Coca-Cola lagen mit ihrer gemeinsamen Marke Frestea auf dem zweiten Platz. Weitere Wettbewerber waren Mayora Indah (Teh Pucuk Harum), ABC President Indonesia (Nü Green Tea) und Ultrajaya (Teh Kotak). In diesem Segment herrscht relativ hoher Wettbewerbsdruck, da einige weitere internationale Unternehmen Partnerschaften mit lokalen Lebensmittel- und Getränkeherstellern eingegangen sind, darunter die Joint Ventures zwischen Asahi Japan und Indofood (Ichi Ocha), Suntory Japan und Garudafood (Mytea) sowie ITO EN Japan und Ultrajaya (Kiyora). In der Kategorie trinkfertiger Saft dominiert Coca-Cola Indonesia den Markt mit seiner Marke Minute Maid.

Im Energydrinks-Segment ist Asia Health Energi Beverage (65 % Marktanteil) mit seiner Marke Krating Daeng (Red Bull) führend und baut seinen Marktanteil mittels Sportsponsoring stetig aus. Das Segment kohlensäurehaltige Getränke beherrscht Coca-Cola Indonesia mit seinen Marken Coca-Cola, Sprite und Fanta. Die Bekanntheit der Marke und das grossflächige Vertriebsnetz sind wesentliche Gründe für die erfolgreiche Marktdurchdringung von Coca-Cola in Indonesien.

Vertriebskanäle: Einzelhändler, Lebensmittelmärkte, moderne Handelsfilialen und Hotels

Von 2016 bis 2017 stieg der Marktumsatz im Lebensmitteleinzelhandel um 10 % auf 109,17 Milliarden US-Dollar. Mit einem Anteil von 83 % beherrschen weiterhin traditionelle Einzelhändler wie Kioske und Strassenverkäufer dieses Segment. Verbraucher der Mittel- und Oberklasse kaufen jedoch eher in modernen Handelsfilialen wie Super-, Hyper- und Verbrauchermärkten ein, da diese ein modernes Einkaufserlebnis, eine grosse Produktvielfalt und Artikel auf unterschiedlichen Qualitätsstufen bieten. Zudem spielen Verbrauchermärkte eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Lebensmittelprodukten in weniger gut erschlossenen Regionen des Landes. Hotelketten und hochklassige Restaurants sind weitere wichtige Kanäle für westliche Lebensmittel- und Getränkeartikel, da deren Kunden einen internationaleren Geschmack haben. AccorHotels, Archipelago International, Santika Hotels & Resorts, Marriott International und Tauzia Hotel Management Indonesia sind einige der grössten Hotelketten, die in Indonesien tätig sind. Mahadya Group, Ismaya Group, Sriboga Group, Kawan Lama Group und CT Corp führen das Restaurant-Franchisegeschäft an.

Eintritt in den Markt für Instantgetränke und Energydrinks

Um in den oben genannten Kanälen tätig zu werden, müssen ausländische Exporteure verlässliche lokale Partner finden, die sich um die Einfuhr, die Registrierung und den Vertrieb der Produkte kümmern. Alle Getränkeprodukte müssen bei der indonesischen National Agency for Drug and Food Control (BPOM) registriert werden. Per Upload aller Verwaltungsdokumente und der gesamten technischen Dokumentation der Produkte kann die Registrierung online durchgeführt werden. Erforderliche Dokumente sind unter anderem: Ernennungsschreiben als Vertreiber, Freihandelszertifikat, GMP-Zertifikat, Analysezertifikat, Zutatenliste, Produktionsschema und Etikettenangaben. Wenn alle Dokumente vollständig vorliegen, nimmt die BPOM eine Produktbewertung vor. Falls kein weiterer Klärungsbedarf besteht, wird die Registrierungsnummer (ML-Code für das importierte Produkt) ausgestellt. Das Registrierungsverfahren dauert etwa eineinhalb bis sechs Monate und kostet 20,50 US-Dollar pro Artikel. Vertreiber, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen (z. B. keine Ablehnung bei den letzten fünf Registrierungsanträgen), können einen Expressdienst für das Online-Registrierungsverfahren nutzen (Ausstellung der Lizenz innerhalb von zehn Werktagen).

Einfuhrgenehmigungen, Steuern und Anforderungen

Für die Zollabfertigung muss der Vertreiber zudem eine Einfuhrgenehmigung (SKI) beantragen. Auf Instantgetränke (alkoholfrei) erhebt die indonesische Regierung bis zu 5 % Einfuhrzoll. Zudem fallen 10 % Mehrwertsteuer und 7,5 % Einfuhrsteuer (bei Saftgetränken 2,5 %) an. Angesichts der erwarteten Umsetzung des Halal-Gesetzes im Jahr 2019 sind Exporteure gut beraten, sich mit den entsprechenden Anforderungen vertraut zu machen. Lebensmittelprodukte, die nicht halal-zertifiziert sind, müssen als solche gekennzeichnet sein.

Attraktive Chance für Schweizer Unternehmen

Nehmen Sie vom 24. bis 27. Juli 2019 an der Food & Hotel Indonesia in Jakarta teil und erforschen Sie den indonesischen Markt. Der Swiss Business Hub Indonesia ist mit einem mini Swiss Pavilion vertreten. Wenn Sie mehr erfahren möchten, setzen Sie sich bitte mit unserer Senior Consultant für Südostasien Angela di Rosa in Verbindung.

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