Global Opportunities

Chancen in der Nahrungsmittelindustrie Brasiliens

Als einer der weltweit grössten Hersteller und Exporteure von Nahrungsmitteln bietet Brasilien interessante Chancen für Lieferanten in der nahrungsmittelverarbeitenden Industrie. Entdecken Sie die gefragtesten Technologien in dieser wachsenden Branche.

Zuckerrohr ernten

Die schiere Grösse und klimatische Diversität Brasiliens ermöglicht die Produktion einer breiten Palette verschiedener landwirtschaftlicher Produkte im Land. Brasilien ist der weltweit grösste Hersteller von Kaffee, Orangensaft und Zucker, der zweitgrösste Hersteller von Rindfleisch und Sojabohnen, der drittgrösste Hersteller von Mais und Geflügel, der viertgrösste Hersteller von Schweinefleisch und Sojaöl und der fünftgrösste Hersteller von Baumwolle, Milch und Trauben.

Stetiges Wachstum der Agrarindustrie

Die Agrarindustrie entspricht 30 % des BIP und ist einer der wenigen Sektoren, der selbst während der harten und langen Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre stetig wachsen konnte. Das bedeutet, dass die Nachfrage nach lebensmittelverarbeitenden Technologien immer weiter wächst. Gegenwärtig werden 85 % der im Land konsumierten Lebensmittel industriell verarbeitet; dieser Prozentsatz betrug 1990 70 % und 1980 nur 56 %. Allein die brasilianische Lebensmittel- und Getränkeindustrie generiert einen Umsatz von 170 Milliarden US-Dollar jährlich, was 9,5 % des BIP entspricht. Mit 45’000 Unternehmen, davon 86 % KMU mit weniger als 20 Beschäftigten, ist dieser Sektor einer der grössten der Welt.

Im Land sind auch grosse multinationale Konzerne wie Nestlé, Unilever, Bunge, Kraft und Cargill vertreten.

Die Getränkeindustrie erwirtschaftete 2018 einen Nettoumsatz von 127,7 Milliarden brasilianischen Real (BRL), was zusammen mit den von der Nahrungsmittelindustrie generierten 528,3 Milliarden BRL die beträchtliche Summe von 656 Milliarden BRL ergibt. Ein Grossteil der Produktion konzentriert sich auf die grossen urbanen Zentren des Landes, insbesondere auf den Bundesstaat Sao Paulo, in dem eine erhebliche Zahl verarbeitender Unternehmen ansässig sind.

Nahrungsmittelverarbeitung im heimischen Markt

Der inländische Markt absorbiert 80 % der Produktion verarbeiteter Lebensmittel, davon sind die wichtigsten Kategorien: Fleischnebenprodukte, Tee, Kaffee, verarbeitetes Getreide, Milchprodukte, Öle und Fette, raffinierter Zucker, Weizenprodukte, Obst- und Gemüseprodukte, Schokolade und Süsswaren, getrocknete und gefrorene Produkte und Fischkonserven. Die Kategorien mit dem grössten Wachstum waren Gemüsekonserven (8,1 %), getrocknete und gefrorene Lebensmittel (3,1 %) und Öle und Fette (1,7 %).

Positive Prognose für 2019

Obwohl die exportierten Erzeugnisse nur einen Bruchteil der Gesamtproduktion ausmachen, ist Brasilien der nach Volumen weltweit grösste Exporteur von verarbeiteten Lebensmitteln und liegt gemessen am Exportwert an fünfter Stelle. Erwähnenswert ist besonders Orangensaft: Hier ist Brasilien der grösste Hersteller und Exporteur. Die Prognosen für 2019 sind positiv, mit einem Plus von 2,5 % bis 3 % nach Volumen und 3 % bis 4 % nach Umsatz, was 40 Milliarden US-Dollar in Exporten entspricht.

Hürden und Chancen in der Lebensmittelindustrie Brasiliens

Um Innovation zu fördern, hat die Regierung Brasiliens 2017 die Einfuhrzölle für 322 Maschinen reduziert, was eine Verringerung der Investitionskosten für die begünstigten Unternehmen von 28 Millionen BRL bedeutet. Einige Sektoren profitierten von dieser Massnahme, darunter die Getränkeindustrie, auf die 11,85 % der importierten Ausrüstung entfiel, 4,47 % entfielen auf die Nahrungsmittelindustrie. Diese Importe halfen bei der Errichtung neuer Forschungszentren für die Entwicklung und Verbesserung der Produktion.

Die in diesem Sektor eingesetzten Technologien mit erwartungsgemäss hoher Nachfrage im kommenden Jahr sind:

  • Hochdruckverarbeitung (HPP)
  • Mikrowellenerwärmung (MWH)
  • Ultraviolettes Licht
  • Elektroimpuls-Felder (PEF)

Darüber hinaus alle Arten von Technologien, die auf die Bedürfnisse moderner Kunden eingehen. Diese Anforderungen beziehen sich hauptsächlich auf die Nährwerteigenschaften und die Art und Weise, wie Nahrungsmittel hergestellt werden, wobei Wert auf die Vermeidung hoher negativer Auswirkungen auf die Umwelt durch Herstellung und Verpackung gelegt wird. Der Druck auf die Nahrungsmittelindustrie wächst, die Verfahren und Abläufe auf geringen Wasser- und Energieverbrauch umzustellen. Konsumenten legen auch vermehrt Wert auf weniger Salz und Zucker in verarbeiteten Lebensmitteln und wünschen sich darüber hinaus mehr Fertiggerichte für Kinder.

Attraktive Chancen für Schweizer Unternehmen

Es gibt insbesondere im Bereich Orangensaft eine Reihe von interessanten Chancen, die erwähnt werden sollten. Nachdem der Saft extrahiert wurde, werden die Schale und das Fruchtfleisch weiterverwendet, auch zur Herstellung von Tiernahrung. Daher haben Technologien, die die vorherige Verarbeitung dieser Nebenprodukte ermöglichen, gute Erfolgsaussichten in diesem Markt. Ein anderer wichtiger Aspekt ist die Produktivität, die in einem Land wie Brasilien, wo es nur zwei Ernten im Jahr gibt, ein wichtiger Faktor ist. Darüber hinaus sind andere Technologien wie Ultraschall für die Getränkeherstellung, insbesondere für die Herstellung von Kokoswasser, von wesentlicher Bedeutung.

Wie können Sie von den Chancen in der brasilianischen Nahrungsmittelindustrie profitieren?

Wenn Sie mehr über diese Chancen erfahren möchten und von diesen profitieren wollen, setzen Sie sich bitte mit unserem S-GE-Berater für Südamerika, Fabio Speciale, in Verbindung.

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