Global Opportunities

Der Stellenwert von Bildung in China

Chancen für Schweizer Bildungseinrichtungen

2018 haben sich 662’100 chinesische Studenten an Hochschulen im Ausland eingeschrieben, 8,83 % mehr als im Jahr zuvor. Vor diesem Hintergrund gründeten Switzerland Global Enterprise (S-GE) und der Swiss Business Hub (SBH) China 2018 die Messe Swiss Education Fair (SEF) China. Das Ziel dieser Messe ist es, Schweizer Bildungseinrichtungen dabei zu unterstützen, das Potenzial des chinesischen Marktes auszuschöpfen. Nach zwei erfolgreichen Veranstaltungen mit starkem digitalem Marketing wird die SEF im September 2020 zum dritten Mal stattfinden, dieses Mal in Guangzhou und Peking.

Hand eines Studenten, der etwas schreibt

Bildung zählt in China zu den wichtigsten Belangen im Leben der Menschen und in der Regierungsarbeit. Immer mehr Schüler und Studenten gehen ins Ausland, und insbesondere die Schweiz erfreut sich dabei eines wachsenden Zulaufs.

Eckdaten zu chinesischen Studenten im Ausland

1. Immer mehr chinesische Studenten gehen zum Studieren ins Ausland.

Die Zahl der im Ausland studierenden Chinesen nimmt stetig zu. Dem chinesischen Bildungsministerium zufolge gingen im Jahr 2018 662’100 chinesische Studenten in andere Länder – 8,83 % mehr als im Vorjahr. Die meisten Studenten, insgesamt 90,06 %, finanzierten ihr Studium selbst; lediglich 65’800 erhielten staatliche Unterstützung. Im Jahr 2019 kehrten 519’400 Studenten nach dem Abschluss in die Heimat zurück, ein Plus von 8 % gegenüber dem Vorjahr.

Laut Ministeriumsangaben waren von 1978 bis Ende 2018 insgesamt 5,86 Millionen chinesische Studenten im Ausland immatrikuliert. Was die Zahl der studienbezogenen Auslandsaufenthalte betrifft, ist der chinesische Markt der grösste der Welt. Weltweit gibt es mehr Gaststudenten aus China als aus irgendeinem anderen Land. An manch einem aufstrebenden Zielort für studienbedingte Auslandsaufenthalte sind immer mehr chinesische Studenten anzutreffen.

2. Durchschnittsalter der chinesischen Studenten im Ausland immer niedriger

Im Ausland studierende Chinesen sind verhältnismässig jung. Bislang verlassen chinesische Studenten ihr Heimatland vor allem für Aufbaustudiengänge, doch auch grundständige Studiengänge und Bachelorabschlüsse werden immer beliebter. Die gegenwärtig am stärksten steigende Anzahl entfällt auf Schüler der Sekundarstufe II sowie jüngere Jahrgänge. Diese Entwicklung hat verschiedene Gründe:

  • Das verfügbare Einkommen der Eltern wächst.
  • Bildung geniesst landesweit einen immer höheren Stellenwert.
  • Viele junge Eltern konnten selbst Studienerfahrungen im Ausland sammeln; sie befürworten es besonders, wenn ihre Kinder im Ausland lernen oder studieren.
  • Einige Prominente haben ihre Kinder auf ausländische Internate geschickt, was diese Schulen und Länder bei chinesischen Eltern und Studierenden sehr bekannt macht. Das Collège Alpin International Beau Soleil in der Schweiz und andere Schweizer Eliteschulen haben über das Internet bei vielen Chinesen enorme Bekanntheit erlangt, da die Tochter der chinesischen Königin des Pop, Faye Wong, dort studierte.

3. Beträchtliches Potenzial bei chinesischen Studenten für Länder, die nicht im Fokus der Massen stehen

In den vergangenen Jahren entschieden sich mehr und mehr Studenten, nicht an einem der traditionellen Studienorte, sondern im europäischen Ausland, etwa in der Schweiz, zu studieren. Dieser Trend wird voraussichtlich weiter anhalten. Chinesische Familien werden sich zunehmend bewusst, was für diese «Nischenländer» spricht, womit sich die Auswahl für die Eltern und die Studenten bzw. Schüler vergrössert. Nachdem vor Kurzem mancherorts die Visabestimmungen für Chinesen verschärft wurden, sehen sich einige Familien nach anderen Ländern um, zu denen unter anderem die Schweiz zählt.

Vor diesem Hintergrund wurde 2018 die Swiss Education Fair (SEF) China (im Folgenden SEF) ins Leben gerufen. Ziel dieser Messe ist es, Schweizer Qualität in der Bildung zu bewerben und Schweizer Bildungseinrichtungen in die Lage zu versetzen, das Potenzial des chinesischen Marktes zu nutzen.

Swiss Education Fair – eine attraktive Plattform für Schweizer Schulen zur Anwerbung künftiger Schüler und Studenten

1. Die einzige offizielle Plattform

Unter all den in China stattfindenden Bildungsmessen zum Thema Schweiz ist die SEF die einzige, die von einer offiziellen Vertretung der Schweiz in China organisiert wird. Die Messe wird gemeinsam von Switzerland Global Enterprise (S-GE) und dem Swiss Business Hub (SHB) China organisiert und von der Schweizer Botschaft in Peking sowie den Generalkonsulaten der Schweiz in Guangzhou, Shanghai und Chengdu unterstützt.

2. Offen für alle privaten und öffentlichen Schulen der Schweiz

Die SEF steht allen privaten und öffentlichen Schulen der Schweiz offen, darunter Internate, Hotelfachschulen, Universitäten, Handelsschulen etc.

Im Jahr 2018 durfte die SEF China zwölf und im Jahr 2019 dreizehn Schweizer Bildungseinrichtungen begrüssen. Unter diesen Einrichtungen befanden sich grosse Hotelfachschulen, bekannte Privatschulen und Schweizer Hochschulen, vertreten von swissnex Shanghai. Viele chinesische Studenten und Eltern besuchten die Messe und kamen mit Vertretern, Alumni und Beauftragten der teilnehmenden Einrichtungen ins Gespräch. Einige Besucher nutzten den Messebesuch sogar für die Anmeldung an einer der vor Ort vertretenen Einrichtungen.

3. Verstärktes digitales Marketing neben traditioneller Werbung

Bei vergangenen SEF-Events wurden – neben traditionellen Marketingmassnahmen wie der Veröffentlichung auf einer offiziellen Website – vor, an und nach der Veranstaltung einige moderne digitale Instrumente für das Marketing eingesetzt.

WeChat erwies sich dabei als die beliebteste und schnellste Möglichkeit, um Nachrichten zu verbreiten. Eine Reihe von öffentlichen WeChat-Konten innerhalb des lokalen Netzwerks von SBH wurde gebeten, Informationen über die Veranstaltung zu teilen. Die an der SEF teilnehmenden Schulen, Sponsoren und Medienpartner waren zudem gehalten, Informationen über ihre eigenen Marketingkanäle zu verbreiten. Jedem dieser Teilnehmer wurde für die Registrierung der Besucher ein bestimmter QR-Code zugewiesen, sodass sich bei künftiger Nutzung ermitteln lässt, aus welcher Quelle der Besucher von der Messe erfahren hat.

Während der Veranstaltung stand online ein Livealbum bereit. Die teilnehmenden Schulen, Sponsoren und Besucher konnten direkt nach dem Scannen des QR-Codes für dieses Album auf die Veranstaltungsfotos zugreifen. Mit diesem neuen Tool waren alle Teilnehmer in der Lage, die SEF in ihre eigenen Social-Media-Kanäle einzubinden.

Neben WeChat und dem Livealbum wurden auch LinkedIn und Weibo (ein chinesischer Mikroblogging-Dienst) für das SEF-Marketing genutzt.

Diese Vorgehensweise entspricht der chinesischen Medienlandschaft und zeitigte positive Ergebnisse. Für die SEF im Jahr 2020 wird der Medienplan weiter optimiert, damit die Tools für das digitale Marketing optimal genutzt werden können.

4. Laufende Untersuchung des Marktpotenzials in verschiedenen Städten

Die erste SEF fand 2018 in Shanghai statt. 2019, bei ihrer zweiten Auflage, ging die SEF auch in Chengdu in Westchina an den Start, ein grosser Markt für Studienaufenthalte im Ausland. Um den Bedürfnissen der teilnehmenden Schulen noch besser entsprechen zu können und die grössten Märkte in Bezug auf Studien im Ausland umfassender abzudecken, wird die dritte SEF am Samstag, den 5. September 2020, in Guangzhou und am Sonntag, den 6. September 2020, in Peking stattfinden.

Guangzhou ist die Hauptstadt der Provinz Guangdong, in der insgesamt 131 Universitäten zu finden sind und die landesweit über die höchste Zahl an internationalen Schulen verfügt. In der Provinz gibt es 188 internationale Schulen – unter anderem 67 in Shenzhen und 57 in Guangzhou. Guangdong war eine der ersten chinesischen Provinzen, die sich der Aussenwelt öffneten, und nimmt in Bezug auf studienbedingte Auslandsaufenthalte seit jeher eine Vorreiterrolle ein. Darüber hinaus spielt Guangdong eine wichtige Rolle bei der nationalen Entwicklungsstrategie Chinas, der «Belt and Road Initiative» und der Entwicklung der Greater Bay Area. In Bezug auf den Austausch von Bildungsressourcen und hinsichtlich der Verbesserung der bildungspolitischen Zusammenarbeit lässt Guangdong eine verhältnismässig grosse Offenheit erwarten.

Peking, Chinas Hauptstadt, ist bekannt als das politische Zentrum und bildet mit über 120 Universitäten und Hochschulen auch das Zentrum der Kultur und des internationalen Austauschs. Laut einer Studie, die von EIC Education durchgeführt wurde – einer der führenden Agenturen in China, die chinesischen Studierenden bei ihrem Studium im Ausland behilflich ist –, befinden sich sieben der zehn Universitäten, von denen besonders viele Studenten ins Ausland gehen, in Peking.

Die Top-Städte und Küstenstädte einschliesslich Peking, Guangzhou und Shanghai sind in Bezug auf den Trend, im Ausland zu studieren, führend. Je weiter entwickelt eine Stadt ist, desto zahlreicher und jünger sind die Studierenden, die es ins Ausland zieht.

5. Synergien im Marketing der Schweiz als Ziel für Bildung wie auch für den Gesundheitstourismus

Um die SEF zu einer leistungsstarken und attraktiven Plattform für alle teilnehmenden Schulen zu machen und um noch mehr wohlhabende Familien anzusprechen, werden S-GE und SBH im Zuge der dritten SEF mit Schweiz Tourismus (ST) zusammenarbeiten. ST wird zeitgleich mit der SEF die Swiss Health Tourism Fair (SHTF) veranstalten.

Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit werden sowohl SBH als auch ST insbesondere bei Werbung und Marketing wann immer möglich online und offline auf die jeweils andere Veranstaltung hinweisen. S-GE und SBH werden sich ausschliesslich darauf konzentrieren, bei den gleichen Zielgruppen wie in den Jahren 2018 und 2019 für die SEF zu werben, während ST für die SHTF federführend agiert.

Diese innovative Erweiterung des Konzepts lässt erwarten, dass sich die Informationen zur SEF noch stärker verbreiten und dass noch mehr potenzielle Studenten und Eltern diese Messe besuchen werden.

Sie haben Interesse an der Swiss Education Fair?

Sie möchten mehr über die Swiss Education Fair erfahren? Setzen Sie sich noch heute mit Daniel Bont, Consultant für China, in Verbindung und erfahren Sie, welche Möglichkeiten sich Ihnen bieten.

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