Mitglied des Monats

«Innovative Schweizer Technologie kommt dank S-GE weltweit beim Lokalisieren von Gaslecks zum Einsatz»

Mitglied des Monats Februar 2021 – Distran AG

S-GE (Switzerland Global Enterprise) unterstützte Distran, ein Spin-off der ETH, beim Zugang zu Polens grösstem Raffineriekonzern, mit dem Aufträge abgeschlossen werden konnten. Fachleute nutzen die Ultraschallkameras von Distran in der Öl- und Gasbranche, bei Stromerzeugern und in der chemischen Industrie zum Aufspüren von Gaslecks. Darüber hinaus beliefert Distran auch die NASA: Eine seiner Kameras kommt derzeit in der ISS zum Einsatz, um undichte Stellen zwischen Kabine und Weltraum zu lokalisieren.

Mitglied Februar Distran

Distran ist ein Spin-off der ETH Zürich und wurde 2013 gegründet. Das Unternehmen hat die ersten Ultraschallbildkameras der Welt entwickelt, mit deren Hilfe Fachleute meterweit entfernte Gaslecks aufspüren können, ohne mit dem Gas in Berührung zu kommen. Damit wird die Arbeit einfacher und effizienter und somit auch für die Umwelt verträglicher. Den Gründern von Distran ging es darum, wissenschaftliche Entdeckungen zu machen, die sich sowohl auf die Umwelt als auch auf die Sicherheit von Menschen positiv auswirken. Die Ultraschallkameras von Distran kommen in der Öl- und Gasbranche, bei Stromerzeugern und in der chemischen Industrie zum Einsatz. Gaslecks werden mit Hilfe von Ultraschallwellen aufgespürt, die an der Leckagestelle entstehen.

Herr Perrodin, welche Idee steckt hinter Ihrem Unternehmen?
Distran versucht, Einschränkungen bei Industrieinspektionen zu überwinden und eine sachgemässe Einstufung und Priorisierung von Wartungs- und Reparaturarbeiten zu ermöglichen. Damit wird Fussabdruck der Industrie reduziert, der durch eine ungewollte Freisetzung von Gas in die Umwelt durch unentdeckte Gaslecks entsteht. Und auch die Gasexposition für Arbeiter wird erheblich verringert, denn unsere Kameras können jede Art von Gas aus einer sicheren Entfernung aufspüren und lokalisieren. Beispielsweise gehen 3 % des gesamten geförderten Methans (ein Treibhausgas) durch Lecks verloren. Das entspricht einem Wert von 30 Mrd. USD pro Jahr und ist ein erheblicher Beitrag zur Erderwärmung. Wir haben 2013 unsere erste akustische Kamera entwickelt. Es war die erste akustische Kamera der Welt zur Lokalisierung von Gaslecks in Industrieanlagen. Wir werden von der Klimastiftung Schweiz und dem Schweizerischen Bundesamt für Umwelt unterstützt.

Welche Exportmärkte haben für Ihre Firma die grösste Bedeutung und warum?
Da unsere Produkte in Industrieanlagen zum Einsatz kommen, ist der Markt umso grösser, je höher der Industrialisierungsgrad eines Landes ist. 2013 war die Schweiz das erste Gebiet, in dem wir tätig wurden und wo wir unsere Produkte entwickelt haben. Mit Alstom und dann GE als Kunden haben wir schnell Umsatz in mehr als 20 Ländern gemacht, wobei unsere Hauptmärkte Europa (vor allem Deutschland und Frankreich) sowie die Vereinigten Staaten sind. Wir sind aber auch im Nahen Osten und mehreren asiatischen Ländern aktiv. Für die Zukunft planen wir, unsere Aktivitäten in Europa, Nordamerika, China und Korea weiter auszubauen. 2020 lag unser Exportmarktanteil bei etwa 90 % und im kommenden Jahr dürfte er noch höher liegen.

«Ohne die Unterstützung von S-GE wäre es viel schwieriger und zeitaufwendiger, wenn nicht (auch aufgrund der Sprachbarriere) unmöglich gewesen, sie direkt anzusprechen.»

Welche Lehren haben Sie aus der Internationalisierung Ihres Unternehmens gezogen?
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Internationalisierung für uns der Schlüssel zum Erfolg ist. Auf diese Weise haben wir Zugang zu Kundensegmenten erhalten, die es in der Schweizer Industrie so nicht gibt. Ohne Internationalisierung hätte Distran in den letzten Jahren nicht so schnell wachsen können.

Worauf sind Sie besonders stolz?
Über die Jahre haben globale Industrieunternehmen wie Shell, GE, Roche, NASA oder Air Liquide uns ihr Vertrauen geschenkt. Wir sind zwar nur ein kleines Schweizer KMU, aber wir beliefern grosse Unternehmen mit der innovativen Akustik-Technologie von Distran zum Aufspüren von Gaslecks. Wir sind auch sehr stolz darauf, dass wir die NASA beliefern. Eine unserer Kameras kommt derzeit in der ISS zum Einsatz und wird dort zum Aufspüren von undichten Stellen zwischen Kabine und Weltraum genutzt. NASA-Experten suchten über ihre Netzwerke nach einer zuverlässigen Methode zum Aufspüren von Gaslecks, um die bisher angewandten Methoden zu verbessern. Unser US-Vertriebshändler konnte die NASA auf uns aufmerksam machen. Unser Produkt wurde zusammen mit anderen getestet und für den Einsatz auf der Internationalen Raumstation im Rahmen von Wartungsarbeiten und zur Suche nach Luftaustritten in den ISS-Modulen ausgewählt.

Inwieweit hat Switzerland Global Enterprise (S-GE) zu Ihrem Erfolg beigetragen?
S-GE hat Distran zum Beispiel wertvolle Unterstützung beim Eintritt in den polnischen Markt geleistet. Michael Bronowski (Head of Swiss Business Hub Central Europe) und Katalin Dreher (Senior Consultant) halfen uns, Zugang zum grössten polnischen Raffineriekonzern zu erlangen, wodurch wir schliesslich Aufträge erhielten. Ohne die Unterstützung von S-GE wäre es viel schwieriger und zeitaufwendiger, wenn nicht (auch aufgrund der Sprachbarriere) unmöglich gewesen, sie direkt anzusprechen.

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