Mitglied des Monats

Wir haben S-GE immer als pragmatischen «Hands-on»-Partner wahrgenommen

Mitglied des Monats März 2021 – Zippsafe AG

Switzerland Global Enterprise (S-GE) unterstütze das innovative und mehrfach ausgezeichnete ETH-Spin-off Zippsafe bei der Internationalisierung. Mit den Smart Soft Locker Solutions ermöglicht das Unternehmen in Zeiten von Urbanisierung und Digitalisierung die Transformation zu platzsparenden und intelligenten Umkleidelösungen. Zippsafe setzt neue Standards in Personalgarderoben und erreicht Flächeneinsparungen von bis zu 70% im Vergleich zu klassischen Spinden.

Zippsafe

Zippsafe ist ein Technologieunternehmen, das 2016 aus der ETH Zürich entstanden ist. Seit der Auszeichnung als Best Business Idea durch The Entrepreneurial Wave 2016, dem Venture Kick Award 2017 und dem Finaleinzug bei den SEF Awards 2020 konnten Aufträge innerhalb Europas und den USA gewonnen werden. Heute werden bereits Arbeitsplätze in verschiedenen Ländern geschafften und zwei Drittel der Umsätze in Deutschland erzielt.

Herr Loderer, auf welcher Inspiration / Idee baut Ihr Unternehmen auf?
Zippsafe ist heute ein smartes Schliessfachsystem für Personalumkleiden im Gesundheitswesen und Industrie und kombiniert höchste Platzeffizienz mit bestmöglicher Nutzerfreundlichkeit. Die Idee entstand aber ganz woanders. Während meiner Universitätszeit organisierte ich als Maschinenbaustudent nebenbei Musikfestivals. Da fiel mir auf, dass die Organisation einer bedienten Garderobe einige Herausforderungen mit sich bringt. Es braucht Personal, Organisation und vor allem viel Platz. So entstand die Idee – inspiriert von den Self-Check-in Automaten der Flughäfen – ein System zu erfinden, das kein Personal benötigt und platzsparend ist. Die Idee des «Smart Soft Lockers» war geboren. Ein System mit hängenden verformbaren Schliesstaschen zur Verstauung von Kleidung und persönlichen Effekten wird kombiniert mit intelligenter Schliesstechnik und Software Verwaltung. Es wurde schnell klar, dass ein solches Schliessfachsystem Potential in verschiedenen Industrien hat, überall wo Kleidung selbstständig verstaut werden muss und Platz knapp ist.

Die Marktreaktion nach der Produkteinführung war überwältigend. Spannenderweise kam die Hauptresonanz aber nicht aus der Eventbranche, sondern aus dem Gesundheitswesen und der Industrie. Hier finden sich oftmals enorme Personalgarderoben, der Bedarf steigt jährlich aufgrund von Trends wie Urbanisierung oder Zunahme von Teilzeitjobs und die Platznot wird nicht weniger. Die erfundene «Smart Soft Locker Solution» genannt «Zippsafe» war dafür wie geschaffen. Durch Zippsafe konnten hunderte Quadratmeter wertvoller Flächen für Patientenzimmer, Medizinaltechnik oder Büros freigeschafft und gleichzeitig Verwaltungsprozesse digitalisiert werden.

Welches sind Ihre wichtigsten Exportmärkte und wieso?
Als schnellwachsendes Startup entwickeln sich die Exportmärkte dynamisch. Nach dem Heimmarktaufbau in der Schweiz wurde der nördliche Nachbar angesteuert. Heute werden bereits zwei Drittel der Umsätze in Deutschland erzielt. Weitere Regionen, darunter Österreich, Frankreich, Belgien und die USA werden zurzeit hinsichtlich Product-Market-Fit getestet. Erste Anlagen konnten bereits in Betrieb genommen werden. Die Resonanz scheint hier ebenfalls zu stimmen. Sobald erste Grossprojekte umgesetzt werden und somit der Beweis für die Marktkompatibilität erbracht wird, werden auch in diesen Märkten Vertriebsstrukturen geschaffen. Grundsätzlich werden bei der strategischen Beurteilung der Exportmärkte Faktoren wie Bevölkerungsdichte, Innovationsgrad, Sprache, geografische Nähe, Kultur, Erreichbarkeit und natürlich auch die wirtschaftliche Stärke berücksichtigt.

Welchen (positiven oder negativen) Überraschungen sind Sie im Export schon begegnet?
Der gute Ruf der Schweiz im Ausland hat mir immer wieder imponiert. Das Image von Qualität, Zuverlässigkeit, Sauberkeit, Pünktlichkeit und Seriosität dürfen wir nicht als selbstverständlich erachten und verdanken dies der geleisteten Arbeit unserer Vorgänger. Was mich eher negativ überrascht hat, war wie irrelevant Europäische Referenzen in den USA sind. Will man in unserer Industrie in den amerikanischen Markt eintreten, beginnt man praktisch bei null.

Worauf sind Sie besonders stolz?
Es macht mich stolz, dass aus einer Idee in relativ kurzer Zeit, mit Unterstützung eines hierzulande ausgezeichneten Startup Ökosystems und starken Universitären Talentschmieden, ein etabliertes Unternehmen geschaffen werden konnte. Bereits heute schaffen wir Arbeitsplätze in verschiedenen Ländern. Zudem dürfen wir nicht vergessen, dass unsere Technologie bereits international eingesetzt wird, um Herausforderungen der heutigen Zeit besser zu meistern.

Was schätzen Sie besonders an der Beratung von S-GE?
Wir haben S-GE immer als pragmatischen «Hands-on» Partner wahrgenommen mit der klaren Mission, Unternehmen mit internationalen Ambitionen in der Expansion zu unterstützen. Die Zusammenarbeit war äusserst unkompliziert und hat stets gut funktioniert.

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