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«In der Schweiz herrscht ein gutes Mikroklima für Life Science-Firmen»

Die Hamilton ist eine global tätige Hightech-Firma im Bereich Medizinaltechnik und Sensortechnik, die zurzeit um die 1200 Mitarbeiter beschäftigt. Europäischer Hauptsitz und wichtigste Produktionsstätte befinden sich da, wo andere Ferien machen: Im Kanton Graubünden, von Bergen umgeben.

Andreas Wieland
A. Wieland: «Die Schweiz und speziell Graubünden sind sehr attraktiv für eine Neugründung oder Erweiterung einer Firma.»

Das US-amerikanische Familienunternehmen Hamilton ist weltweit führend in den Bereichen Medtech, Sensorik und Laborautomation. Seit 1968 betreibt das Unternehmen seine Produktentwicklung und Fertigung in Bonaduz im Kanton Graubünden und steuert von da den Vertrieb für Europa, Asien und Afrika. In den letzten Jahren ist das Unternehmen rasant gewachsen und hat im Industriepark Vial in Domat/Ems, der grössten Industriezone im Kanton Graubünden, einen Neubau bezogen.

Im Interview mit uns spricht Andreas Wieland, CEO von Hamilton, über die Vorteile des Wirtschaftsstandorts Graubünden in der Schweiz.

Hamilton produziert in der Schweiz, genauer gesagt im Kanton Graubünden. Wie kam es dazu?

Das Wichtigste war, überhaupt mal darauf zu kommen, dass man in Graubünden auch produzieren kann. Die Aktionäre haben sich für Graubünden entschieden und sind dann hierhergekommen. In Graubünden haben wir den grossen Vorteil, dass wir sehr gute Mitarbeiter haben. Wir sind eine Hightech-Firma und äusserst innovativ: Jedes Jahr lassen wir um die 100 Patente registrieren. Aus diesem Grund finden wir auch problemlos Leute – letztes Jahr haben wir ca. 4500 Bewerbungen erhalten. Unsere Mitarbeiter sind entweder aus der Gegend oder möchten gerne hierherziehen. Wir rekrutieren natürlich auch global und betreiben ein intensives Employer-Branding. Viele junge Leute kommen gerne aufgrund der hohen Lebensqualität und der Outdoor-Möglichkeiten, die der Kanton Graubünden zu bieten hat.

Für uns lohnt es sich, in der Schweiz zu produzieren, da wir Produkte herstellen, die dem Hightech-Standard entsprechen.

Die Schweiz wird oft als teuer angesehen, Sie haben entschieden, Teile der Produktion aus dem Ausland in die Schweiz zu verlegen. Warum?

Für uns lohnt es sich, in der Schweiz zu produzieren, da wir Produkte herstellen, die dem Hightech-Standard entsprechen. Durch die Automatisierung, die sich in der Schwiez auf einem sehr hohen Niveau bewegt, lässt sicher dieser Hightech-Standard einfacher bewerkstelligen.

Sie bilden auch Lehrlinge aus – Ihre Berufsleute brillieren regelmässig an den Berufs-Schweizermeisterschaften. Profitiert Ihre Firma vom dualen Bildungssystem in der Schweiz?

Das duale Bildungssystem finde ich ein hervorragendes System. Wir haben sehr viele Leute hier bei uns, die eine Lehre machen, dadurch praktische Erfahrung erlangen und dann in einem weiteren Schritt studieren, z.B. Ingenieurswissenschaften oder etwas anderes. Das ergibt dann eine sehr gute und wertvolle Kombination für den Arbeitsmarkt.

Was macht die Schweiz besonders attraktiv als Standort für Firmen im Life Science- und Medtech-Bereich?

Die Innovationsstärke ist sicher ein Vorteil. Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich die Nähe zu den grossen Pharmafirmen, z.B. in Basel. Das sind unsere Kunden, und sie treiben auch unsere Innovation an. Wir arbeiten sehr eng mit ihnen zusammen. In der Schweiz herrscht ein gutes Mikroklima für Life Science-Firmen. Wir arbeiten aber auch sehr eng mit Forschungsinstituten zusammen, z.B. mit der ETH Zürich, der Universität Zürich, dem Universitätsspital und den Fachhochschulen. Dort haben wir Zugang zu Wissen, das wir selbst nicht haben.

Was schätzen Sie am Wirtschaftsstandort Schweiz besonders?

Vieles. Auf der einen Seite sind es die sehr guten Mitarbeiter, die wir rekrutieren können. Auf der anderen Seite ist es auch das günstige Kapital, zu dem wir in der Schweiz Zugang haben. Das treibt vor allem Innovation und Automation voran. Das Dritte ist das doch sehr gute Steuersystem hier in der Region.

Was schätzen Sie persönlich besonders an der Arbeitsweise im Kanton Graubünden?

Die Schweizer sind sehr unkompliziert, und die Behörden helfen uns, stehen uns nicht im Weg. Einen Neubau zu realisieren ist hier in der Schweiz zum Beispiel viel einfacher als in anderen Ländern, und ich habe den direkten Vergleich. Auch die liberalen Arbeitsgesetze sind ein positiver Faktor sowie das Bildungssystem: Die Leute hier sind wirklich gut und engagiert.

Würden Sie sagen, die Nähe zu den Behörden macht den Kanton Graubünden speziell als Arbeitsort?

Das ist so. In Graubünden gibt es wirklich keine Hindernisse. Wenn ich etwa brauche, dann diskutiere ich das direkt mit der Regierung. Das geht erstens sehr schnell, und zweitens sehr unbürokratisch. Diese Nähe zu den Behörden und das gegenseitige Verständnis bewerte ich als sehr positiv.

Diese Nähe zu den Behörden und das gegenseitige Verständnis bewerte ich als sehr positiv.

Hamilton: Produktionsstandort in Domat/Ems, Industriepark Vial

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