Analyse

Schweizer KMU lassen sich im Export von Handelsschranken nicht aufhalten

Seit der Finanzkrise 2009 nimmt der globale Protektionismus zu. Die diesjährige KMU-Studie der Credit Suisse geht der Frage nach, wie stark Schweizer KMU davon betroffen sind. Wo steht Ihr Unternehmen bezüglich Handelsschranken und Zollhürden? Vergleichen Sie sich mit Ihren Mitbewerbern.

KMU in der Schweiz sehen Protektionismus als Herausforderung
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Schweizer KMU spüren zunehmenden Protektionismus

Die globale Konjunktur kühlt sich ab. Die mit dem Handelskrieg zwischen den USA und China verbundenen Unsicherheiten belasten die Wirtschaft. Derzeit hat es der Exportsektor also nicht leicht. Er sieht sich zudem weltweit mit einem steigenden Protektionismus konfrontiert.

Deswegen widmet sich die diesjährige KMU-Studie der Credit Suisse dem Thema Protektionismus und Exporthürden. Knapp 560 Schweizer Export-KMU wurden dazu befragt. Die Umfrage zeigt: Für KMU in der Schweiz stellen Handelsschranken und Zollhürden heute etwas häufiger eine Herausforderung dar als noch vor fünf Jahren. Jedoch werden die Schwierigkeiten als überwindbar eingeschätzt.

Wie stark ist Ihr Unternehmen im Vergleich zu den Mitbewerbern in Ihrer Region und Ihrer Branche von Protektionismus betroffen? Machen Sie den Test auf der Artikelseite der Credit Suisse!

Grösste Herausforderungen für Schweizer Export-KMU

Für knapp die Hälfte der befragten KMU sind tarifäre Massnahmen wie Zollsätze und Abgaben ein Handelshemmnis. Nichttarifäre Hürden wie Zollverfahren und der damit zusammenhängende Aufwand wiegen jedoch schwerer, genauso wie der Aufwand für die Konformitätsbewertung und für die Erbringung des Ursprungsnachweises.

Doch sind diese tarifären und nichttarifären Handelshemmnisse keineswegs die grösste Herausforderung für Schweizer Export-KMU. Als noch stärker exporthemmend werden das höhere Preisniveau des eigenen Angebots und das Wechselkursrisiko respektive der starke Schweizer Franken beurteilt.

KMU beurteilen Lage trotz Handelshemmnissen als gut

Der Zusammenhang zwischen dem steigenden Protektionismus und der Export­geschäftslage der KMU ist nicht so eindeutig, wie man vermuten könnte. Trotz der Herausforderungen beurteilten die Schweizer KMU die Geschäftslage im Export zum Umfragezeitpunkt nämlich mehrheitlich als gut. Dabei gab ein nicht unbedeutender Anteil der Teilnehmer an, zwar zufrieden mit dem eigenen Exportgeschäft zu sein, jedoch gleichzeitig gewisse oder grosse Mühe mit Handelsschranken zu bekunden.

Die Geschäftslage im Export hängt nicht nur von Handelsschranken ab, sondern eben auch von der Konjunktur. Die Autoren der KMU-Studie kommen aufgrund der Umfrage­ergebnisse sogar zum Schluss, dass die Unternehmen die Handelshemmnisse zwar als Herausforderung wahrnehmen. Gleichzeitig scheinen sie aber über einen Plan oder eine Strategie zu verfügen, um diese zu überwinden.

Mögliche Massnahmen im Umgang mit Handelshemmnissen

  • Nutzung von Freihandelsabkommen bzw. Export in Länder mit Freihandelsabkommen mit der Schweiz
  • Ausweichen auf den Export weniger betroffener Produkte oder in andere Länder mit weniger Handelshürden
  • Einstellen von Spezialisten (z. B. Exportmanager) und/oder Beizug von Beratern (z. B. Anwälte)
  • Zusammenarbeit mit externen Partnern oder bestehenden Netzwerken vor Ort (z. B. Vertriebspartner, Kunden oder Lieferanten)
  • Zusammenarbeit mit Zertifizierungs- und Zulassungsstellen
  • Hilfe von Institutionen wie Switzerland Global Enterprise (S-GE), Handelskammern, Schweizer Botschaften oder ausländischen Behörden, die den Handel fördern
  • Anpassung der Wertschöpfungskette (z. B. Errichtung von Niederlassungen oder Produktionsstätten vor Ort)
  • Anpassungen der Produkte und Dienstleistungen

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