Analyse

Nachfrage nach Logistikflächen in Zentraleuropa dauert bis 2022

Die zehn Staaten der zentraleuropäischen Region weisen weiterhin Wachstumsraten auf, die viele andere Länder in den Schatten stellen. Dennoch wird das Bild zunehmend differenzierter. Die Logistikinvestitionen beginnen, sich zu konzentrieren.

Logistikfläche

Die Investitionen grosser Entwickler von Logistikflächen reissen in Zentraleuropa nicht ab. Neben der heimischen Nachfrage spielen die westlichen Nachbarn als Absatzmärkte weiterhin eine grosse Rolle, wobei der E-Commerce den Takt vorgibt. Ausschlaggebend für dieses Wachstum sind auch die relativ günstigen Lohnkosten, die Unternehmen wie Amazon jüngst in der Slowakei oder Alibaba, H&M und Zalando in Polen haben investieren lassen.

Angebot reicht vielerorts nicht aus

Colliers International prognostiziert, dass in diesen Märkten zwischen 2019 und 2022 pro Jahr gesamthaft mehr als 1 Mio. qm neuer Logistik- und Vertriebsflächen benötigt werden. Dies entspricht einem Bedarf, der ca. 5% über dem derzeit bestehenden Lagerbestand liegt. Die optimistischere Prognose des Unternehmens, im pessimistischen Jahr 2019 bislang eher von Fakten als von der Stimmung gestützt, schliesst sogar ein "Boom-Szenario" von 1,33 Mio. qm zusätzlicher Fläche pro Jahr nicht aus. Bislang geht auch 2019 mehr als ursprünglich gedacht.

Nach aktuellem Stand lastet das Anforderungsniveau die gesamte derzeitige Bau- und Entwicklungstätigkeit für den Lagersektor in der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarn und Rumänien aus. Es ist aber nicht überall Gold, was glänzt. Sechs Märkte - Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien - haben in der langfristigen Perspektive die Nase vorn.

Neue Qualität gefordert

Bei den Investitionen in Logistik- und Industrieflächen setzt sich 2019 der Trend fort, die neuen Lager nach ökologischen Kriterien zertifizieren zu lassen - in Westeuropa die Norm, in Zentraleuropa bislang die Ausnahme. Nach der Analyse von Joanna Sinkiewicz, Partnerin von Cushman & Wakefield, steigt das Bewusstsein für die Anforderungen von z.B. Breeam (BRE Environmental Assessment Method) oder Leed (Leadership in Energy and Environmental Design): "Die Popularität der beiden Zertifikate ergibt sich aus ihrer internationalen Reichweite - sie werden nicht nur in Polen, sondern auch in anderen Ländern verwendet".

Wie steht es aber mit deren bisheriger Verbreitung z.B. im zentraleuropäischen Spitzenmarkt Polen? Bislang haben die Immobilienmieter den grössten Einfluss auf die Umsetzung. "Die E-Commerce-Logistikzentren von Amazon werden mit der Breeam-Zertifizierung so gebaut, dass sie die Bewertung 'sehr gut' erhalten", berichtet Marta Rzetelska, PR-Managerin von Amazon in Polen. Desgleichen achten die grossen Entwickler wie Panattoni, Segro oder 7R darauf, ökologischen Ansprüchen langfristig zu genügen.

Bislang sind es aber nach Schätzungen von Cushman & Wakefield erst ca. 100 Einheiten in Polen, die nach Breeam bzw. Leed zertifiziert wurden. Dazu trägt auch die Tendenz der Pächter in Polen bei, Logistikflächen nur für etwa drei bis füf Jahre zu mieten.

Quelle: MBM Martin Brückner Medien GmbH

Export nach Polen

Möchten Sie Ihre Geschäftsmöglichkeiten in Polen unverbindlich ausloten? Setzen Sie sich heute mit Katalin Dreher-Hajnal in Verbindung und besprechen Sie Ihr Exportprojekt. Wir von Switzerland Global Enterprise bieten Ihnen erste kostenfreie Länderberatungen an, erstellen je nach Bedürfnis ausführlichere Markt- und Konkurrenzanalysen, unterstützen Sie bei der Suche nach dem richtigen Geschäftspartner und klären Sie über rechtliche Bestimmungen auf.

Kontakt

Links

Teilen
Wie sollen wir Sie kontaktieren?

Premium Partner

Strategische Partner

Institutioneller Partner

Official program