Branchenreport

KI in Japan – Chancen für Schweizer Start-ups und KMU

Japan sieht sich einer alternden Bevölkerung und einem schrumpfenden Angebot an Arbeitskräften gegenüber und sucht nun die Lösung in künstlicher Intelligenz (KI). Ein Trend zu offener Innovation sorgt für mehr Kooperationen mit Start-ups und KMU aus dem Ausland, was Schweizer Unternehmen Chancen eröffnet. Der Swiss Business Hub Japan hat einen KI-Branchenbericht für Schweizer Unternehmen verfasst, um über die Geschäftsmöglichkeiten in Japan zu informieren.

Example of artificial intelligence: Chatbot

Mit dem Ziel, der alternden Bevölkerung, dem schwindenden Arbeitskräfteangebot und dem zunehmenden globalen Wettbewerb zu begegnen, rückt die japanische Regierung KI, Big Data und das IoT in den Fokus ihrer Revitalisierungsstrategie. Schätzungen zufolge soll der japanische KI-Markt bis 2020 ein Volumen von 209 Milliarden US-Dollar erreichen.

Steigende Unternehmensausgaben für F+E, mehr Gemeinschaftsprojekte zwischen Grossunternehmen und Start-ups sowie die Erkenntnis bedeutender japanischer Unternehmen, dass sie ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nur durch offene Innovation erhalten können, haben in Japan Geschäftsmöglichkeiten für Start-ups und KMU aus Übersee geschaffen.

Chancen für Schweizer Unternehmen

Diese Branchen bieten Möglichkeiten für Schweizer Unternehmen, die anwendbare KI-Technologien bereitstellen können.

  • Fertigung: Der Sektor ist auf der Suche nach Technologien, die Roboter in intelligente Maschinen verwandeln und Fertigungsprozesse noch effizienter und präziser machen.
  • Autonome Fahrzeuge: Die japanische Regierung plant, selbstfahrende Kraftfahrzeuge bis 2020 auf den Markt zu bringen.
  • Digitales Gesundheitswesen: Unterstützung bei Operationen, Krankenpflege, diagnostische Bildgebung und Arzneimittelentwicklung sind die Hauptbereiche, in denen Bedarf an KI herrscht, um dem Mangel an medizinischem Personal und den steigenden Behandlungskosten der alternden japanischen Gesellschaft entgegenzuwirken.
  • Altenpflege: Die Kombination aus alternder Gesellschaft und Personalknappheit im Pflegebereich spricht für den Einsatz von KI und KI-gesteuerten Robotern.
  • Finanzdienstleistungen: Jüngste regulatorische Veränderungen regen die ohnehin schon hohe Nachfrage japanischer Banken nach neuen Technologien weiter an.
  • Landwirtschaft: Die Haupteinsatzgebiete sind automatisches Ernten sowie automatisierte Ernteklassifizierung und Überwachung.
  • Energie: Energieversorger suchen nach Möglichkeiten, sich mit ihrem Angebot abzuheben und Kunden anzuziehen bzw. zu halten. Der breite Einsatz von intelligenten Stromzählern und Heim-Energiemanagement-Systemen (Home Energy Management Systems, HEMS) hat grosse Datenmengen erzeugt, die als Lernmaterial für KI genutzt werden können.
  • Sicherheit: automatisierte Überwachung zur Verhütung von Verbrechen und Terroranschlägen
  • Katastrophenmanagement: Technologien für die Früherkennung von Katastrophen sowie die Verbesserung von Evakuierungs- und Notfallmassnahmen
  • KI-Assistenten: Unterstützung bei Verwaltungsaufgaben, Reisevermittler, Kundenbetreuung

Lesen Sie mehr darüber, im Branchenreport (in Englisch) des Swiss Business Hub Japan. Dieser kann im anschliessenden Downloadbereich heruntergeladen werden.

Veranstaltungen

  • Industrial AI/IoT Expo (6.–8. Februar 2019, Tokio)
  • AI Expo Tokyo 2019 (3.–5. April 2019, Tokio)
  • 2nd World Conference on Robotics and Artificial Intelligence (10.–12. Juni 2019, Tokio)
  • Artificial Intelligence/Business AI (9.–11. Oktober 2019, Tokio)

Wie kann Ihr Unternehmen von diesen Chancen profitieren?

Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten im Bereich künstlicher Intelligenz erfahren möchten, setzen Sie sich bitte mit unserer S-GE-Beraterin für Japan, Jaqueline Tschumi, in Verbindung.

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