Fallstudie

Studie: Reife Märkte als Motor des Exportwachstums

Reife Märkte wie Europa oder die USA sind für die Schweizer Aussenwirtschaft von höchster Bedeutung. Sie machen den grössten Teil des Schweizer Exportvolumens aus. Eine neue Studie von Switzerland Global Enterprise in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse zeigt nun auf, wie sich die Märkte Deutschland, USA, Frankreich, Kanada und Japan entwickeln und sie gibt praxisnahe Tipps, wie Schweizer KMU in diesen Ländern erfolgreich wirtschaften können. 

Drei von vier Exportfranken verdient die Schweiz mit dem Handel in reifen Märkten
Drei von vier Exportfranken verdient die Schweiz mit dem Handel in reifen Märkten

Die Schweizer Industrie profitiert stark von der Wachstumsdynamik im Ausland. In den letzten zwanzig Jahren sind die Aussenhandelszahlen geradezu explodiert. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist dabei die Qualität. «Made in Switzerland» hat sich etabliert und steht auch für Exklusivität, Tradition und neuste Technologie. Für das rohstoffarme Hochlohnland Schweiz die richtige Strategie, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Der mit Abstand wichtigste Exportmarkt der Schweiz ist die Eurozone, gefolgt von den USA. Diese weit entwickelten Industriestaaten werden auch als «reife Märkte» bezeichnet. Etwa drei von vier Exportfranken verdient die Schweiz mit dem Handel in reifen Märkten.

Deutschland und die USA als Zugpferde  

Deutschland ist in jeder Hinsicht der wichtigste Handelspartner der Schweiz. Eine sehr wichtige Rolle spielen die Autoindustrie mit ihren Schweizer Zulieferern aus der Maschinen­, Elektro­ und Metallindustrie (MEM) sowie die Pharmaindustrie. Beide Sektoren erzielten 2018 in Deutschland ein Handelsvolumen von je über 12 Milliarden Franken. Da im deutschen Markt alle Nischen bereits besetzt sind, müssen sich Schweizer Exporteure klar positionieren und ihr Alleinstellungsmerkmal hervorheben. Entscheidend für den Erfolg ist zudem der Preis.

Für den Schweizer Aussenhandel sind auch die USA Wachstumstreiber und Impulsgeber schlechthin. Der Exportumsatz beläuft sich auf 38 Milliarden Franken, was die USA zum zweitwichtigsten Absatzmarkt machen. Vor allem für Schweizer Hersteller von Medikamenten und medizintechnischen Geräten sind die USA einer der Kernabsatzmärkte mit Wachstumsraten weit über 10 % pro Jahr. Auch Hersteller von Präzisionsinstrumenten gehören zu den Gewinnern. Ein entscheidender Faktor ist die Digitalisierung, insbesondere bei den Themen Fintech und Life Sciences.

Frankreich und Kanada mit viel Potenzial für Schweizer Exporteure  

Frankreich belegt mit über 14 Milliarden Franken den dritten Platz beim Exportvolumen. Grösste Zulieferer sind die Produzenten von Pharmazeutika sowie die hiesige chemische Industrie und die Autozulieferer. Für den Export nach Frankreich braucht es eigene Konzepte. Der Markt ist gesättigt und die Zusammenarbeit mit einem Vertriebspartner ist empfehlenswert. Es gelten zahlreiche eigene Regelungen und EU-Vorschriften sind nicht zwingend gültig.

Zwar spielt Kanada heute für den Schweizer Aussenhandel eine überschaubare Rolle, hält der aktuelle Wachstumstrend aber an, dürfte sich das rasch ändern. Pharmaexporte dominieren im Aussenhandel mit Kanada, begünstigt durch das flächendeckende und fortschrittliche Gesundheitssystem wie auch durch den relativ hohen Wohlstand. Exporteure sind gut beraten, der schieren Grösse des Landes Rechnung zu tragen und allfällige Markteintritte zunächst auf eine Region zu konzentrieren.

Japan - der wichtige Partner im Osten

Die Wirtschaft in Japan wird von einer relativ starken Währung, tiefer Inflationsrate und der Überalterung der Bevölkerung geprägt. Das jährliche Wachstum der Schweizer Exporte in das ostasiatische Land liegt leicht unter dem Durchschnitt, die Tendenz allerdings ist steigend. Die Überalterung dürfte der Hauptgrund sein, wieso die Hälfte der Exporte aus der Pharma­ und Medtechindustrie kommen. Von Bedeutung sind ausserdem die Exporte der MEM- sowie der Uhrenindustrie. Japan ist ein hochmoderner Markt, entsprechend gefragt sind Schweizer Lösungen in den Bereichen Fintech, IT, Life Science oder Medizintechnik.

Studie herunterladen   

Detaillierte Informationen über die Entwicklung des Schweizer Aussenhandels erhalten Sie in der neuen Studie über reife Märkte. Die Studie analysiert die Exporte nach Branchen, beleuchtet Wachstumstrends und zeigt anhand von konkreten Ratschlägen, wie Schweizer Exporteure die verschiedenen Zielmärkte erfolgreich erschliessen können. Die Studie steht am Ende des Artikels zum Download zur Verfügung.     

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