4. Nov. 2025

Veranstaltungen verursachen beträchtliche CO2-Emissionen, so zum Beispiel durch die Anreise und Verpflegung der Besuchenden oder Teilnehmenden. Gerade bei Messen können durch die potenziell langen Distanzen der Anreise hohe CO2-Fussabdrücke entstehen. Da das Thema klimabewusste Messeteilnahme immer mehr in den Fokus von Unternehmen rückt, haben wir im Folgenden für Sie einige Tipps zusammengestellt, wie die Nachhaltigkeit an Messen optimiert werden kann.
Das Wort Nachhaltigkeit ist in aller Munde und die Anforderungen an Unternehmen steigen stetig. Grössere Unternehmen werden verpflichtet, ihren Impact offenzulegen. Dabei geht es unter anderem darum, ihre CO2-Emissionen zu evaluieren und zu reduzieren. Um diese Reduktionsziele zu erreichen, sind auch die KMU in deren Wertschöpfungskette gefordert.
Auch für Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Messen ist das Thema Klimaschutz von zunehmender Bedeutung. Während Privatpersonen immer mehr auf das Thema sensibilisiert sind, und sensibel auf Themen wie Recycling reagieren, tragen Besuchende im geschäftlichen Kontext zu den Emissionen ihres jeweiligen Arbeitgebers bei.
Das Forschungsinstitut Sotomo hat Anfang Jahr in seinem Bericht festgehalten, dass sich Schweizerinnen und Schweizer generell überschätzen, wenn es um die Klimafreundlichkeit ihres Verhaltens geht. Dabei sind die Folgen der Klimakrise in der Schweiz immer spürbarer. Als Alpenland erhöhen sich bei uns die Temperaturen doppelt so stark wie im globalen Durchschnitt.
Die klimabewusste Durchführung eines Messeauftritts hat den Nebeneffekt der Sensibilisierung für dieses Thema. Generell können von Ausstellern folgende Massnahmen ins Auge gefasst werden, um eine Messeteilnahme möglichst klimaschonend durchzuführen:
Nicht jede dieser Massnahmen wird auf jede Veranstaltung passen. Es gilt, das Reduktionspotential pro Messeauftritt individuell festzulegen.
Ob ein Unternehmen mit hunderten von Mitarbeitenden oder ein 5-Personen-Betrieb – alle sind von der Thematik betroffen. Wie geht Ihr Betrieb damit um? Wissen Sie bereits Bescheid über Ihren Fussabdruck und sind vielleicht schon Massnahmen umgesetzt für die nächste Messeteilnahme? Oder wissen Sie noch nicht wirklich, was Sie damit anfangen sollen?
Der erste Schritt ist bekanntlich der schwerste. Als Leserin oder Leser dieses Textes haben Sie sich nun bereits perfekt positioniert, diesen zu wagen. Denn Klimaschutz muss weder teuer noch zeitaufwändig sein. Wichtig ist, dass man sich mit dem Thema befasst. Eine ressourcenschonende Möglichkeit ist, sich durch einen Online-Rechner einen Überblick über seine (Event-) Emissionen zu verschaffen (z.B. mit dem kostenlosen Footprint Rechner von Swiss Climate). Dort werden auch mögliche Massnahmen aufgeführt, wie der Fussabdruck reduziert werden kann.
Je nach Bedürfnis genügt diese Berechnung bereits. Für komplexere Veranstaltungen oder Messeteilnahmen, für welche eine individualisierte und differenziertere Betrachtung gewünscht ist, kann eine durch Fachexpertinnen und -experten erstellte Bilanz hilfreich sein. Diese bietet die ideale Grundlage zur Erarbeitung eines Aktionsplans, welche Reduktionsmassnahmen wann umgesetzt werden können.
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Noémie Bommer ist Consultant bei der Nachhaltigkeitsberatungsfirma Swiss Climate und begleitet Unternehmen beim Aufbau eines umfassenden CO2-Managements. Ihr Fokus liegt dabei auf dem Bereich der Eventbilanzierung und Massnahmenberatung.
Kontaktdaten: Noémie Bommer, noemie.bommer@swissclimate.ch, Swiss Climate AG