30. Apr. 2026

Hier finden Sie die relevanten Dokumente und die am häufigsten gestellten Fragen zum Freihandelsabkommen (FTA) mit Ecuador, das seit dem 1. November 2020 in Kraft ist.
Das Freihandelsabkommen (FTA) mit Ecuador umfasst zahlreiche Sektoren. Es wird den Marktzugang und die Rechtssicherheit für den Handel mit Waren (Industrie- und Agrarerzeugnisse), Dienstleistungen, Investitionen und öffentliche Aufträge verbessern. Es enthält auch Bestimmungen zum Schutz des geistigen Eigentums, zur Beseitigung nichttarifärer Handelshemmnisse, einschliesslich sanitärer und pflanzenschutzrechtlicher Massnahmen, zum Wettbewerb, zu Handelskonzessionen sowie zu Handel und nachhaltiger Entwicklung.
Seit dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens wird Ecuador nicht mehr im Rahmen des Allgemeinen Präferenzsystems für Entwicklungsländer mit Präferenzzöllen begünstigt. Diese wurden durch die vereinbarten Präferenzzollsätze ersetzt.
Das EFTA-Ecuador-Abkommen sieht eine Kumulierung für Erzeugnisse vor, die in den EFTA-Ländern und in Ecuador hergestellt wurden. Die Kumulierung kann auch auf Rohstoffe angewendet werden, die in Kolumbien und Peru hergestellt wurden. Diese Rohstoffe müssen Erzeugnisse mit Ursprung im Rahmen des jeweiligen Abkommens sein und müssen in den EFTA-Ländern oder in Ecuador verarbeitet oder in ein Erzeugnis integriert worden sein; eine Übertragung des Ursprungsstatus auf Waren, die aus Kolumbien und Peru stammen und ohne Verarbeitung oder Integration weitergeleitet werden, ist nicht möglich. Die Kumulierung mit Rohstoffen aus anderen Ländern ist nicht zulässig.
Für nicht aus der Gemeinschaft stammende Waren in der Liste gelten allgemeine Toleranzwerte von 10 % des Ex-Works-Preises des Erzeugnisses Regulierungen. Dies gilt nicht für Erzeugnisse der Kapitel 50 bis 63, bei denen die Toleranz 10 % des Gesamtgewichts des Erzeugnisses beträgt.
Dieses Abkommen sieht die Regelung der Nichtveränderung vor, d. h. die eingeführten Ursprungserzeugnisse müssen mit den aus der Vertragspartei ausgeführten Erzeugnissen identisch sein. Sie dürfen während des Transports keiner unbefugten Verarbeitung unterzogen worden sein. Die Aufteilung von Sendungen in Drittländern ist zulässig.
Die Ursprungserklärung kann vom Ausführer unabhängig vom Warenwert auf der Rechnung ausgestellt werden. Die Ursprungserklärung muss in englischer oder spanischer Sprache ausgestellt werden.
Die Zollsätze werden für die meisten in den Kapiteln 25 bis 97 aufgeführten Waren asymmetrisch reduziert. Während die EFTA-Länder ihre Zölle mit Inkrafttreten des Abkommens in einem Schritt abgeschafft haben, erfolgt die Reduzierung bzw. Abschaffung der Zölle in Ecuador schrittweise.