Stüssi-Neves
20. Feb. 2020

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Beschäftigung in Brasilien können für ausländische Unternehmen eine Herausforderung darstellen. Dieser Leitfaden hilft ausländischen Firmen, Verträge konform zu gestalten und ihre Lohnverwaltung sorgenfrei abzuwickeln.
Schweizer und Liechtensteiner Unternehmen, die nach Brasilien expandieren wollen, bewegen sich in einem von strengen Regularien und häufigen Gesetzesänderungen geprägten Arbeitssystem. Von der Vertragsunterzeichnung abgesehen stehen Unternehmen vor komplexen Anforderungen in Bezug auf Tarifverträge, Vergütungsstrukturen und Entlassungsverfahren.
Die Konsolidierung der Arbeitsgesetze (CLT), das brasilianische Arbeitsrecht, definiert die Pflichten von Arbeitgebern, darunter die Struktur von Arbeitsverträgen, Kündigungsverfahren sowie Ansprüche wie Urlaub und ein 13. Gehalt. Der Leitfaden beschreibt, wie Verträge aufzusetzen sind, dass sie sowohl den brasilianischen Anforderungen als auch den Bedürfnissen der ausländischen Zentrale entsprechen. Er erklärt auch, wie sich die Pflichten des Arbeitgebers unterscheiden, je nachdem, ob die Kündigung mit oder ohne Grund erfolgt – und warum diese Unterscheidung wichtig ist.
Schweizer und Liechtensteiner Firmen sollten vorsichtig mit freien Mitarbeitenden oder Drittleistern sein, da eine falsche Klassifizierung des Anstellungsverhältnisses zu rückwirkenden Forderungen und Bussen führen kann. Brasilianische Gerichte entscheiden in solchen Streitfällen meist zugunsten der Angestellten.
Von Monatsgehältern bis hin zu Sozialleistungen und Leistungsanreizen bietet der Leitfaden eine detaillierte Aufschlüsselung, wie die Personalkosten in Brasilien kalkuliert werden. Die obligatorischen Beiträge zu brasilianischen Sozialversicherungen wie etwa INSS und FGTS können sich auf mehr als 35 % der Bruttovergütung belaufen. Eine strukturierte Vergütung durch Vergünstigungen wie Transport- und Lunch-Gutscheine kann sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmende Kosten optimieren.
Anhand eines Praxisbeispiels wird veranschaulicht, wie die jährlichen Lohnkosten inklusive Grundgehalt, obligatorischen und freiwilligen Leistungen sowie Bonusstrukturen prognostiziert werden können. Der Leitfaden erläutert auch, wie bei der Anpassung der Vergütungen Konformität zu den Tarifverträgen gewährleistet werden kann.
Eine erfolgreiche Personalbeschaffung in Brasilien geht über die Stellenausschreibung hinaus. Unternehmen müssen die Einstellungsdokumente an die nationalen Standards anpassen, bei Bedarf in zweisprachigen Formaten bereitstellen und sich bewusst sein, dass informelle Vereinbarungen Risiken bergen. Der Leitfaden behandelt grundlegende Themen wie Lohnadministration, Arbeitszeitregelungen oder die Einrichtung konformer Bonus- oder Erfolgsbeteiligungsmodelle.
Ob zur Planung der ersten Rekrutierungen oder der Skalierung des Geschäfts – dieser Leitfaden ist eine wichtige Ressource für Schweizer und Liechtensteiner Exporteure auf dem brasilianischen Arbeitsmarkt.
Laden Sie den vollständigen Leitfaden herunter, um einen umfassenden Einblick in die lokale Arbeitsgesetzgebung sowie praktische Tools für Ihre Personalstrukturen in Brasilien zu erhalten.
Über die Autoren: Stüssi-Neves dient als wichtiger Partner für ausländische Unternehmen in Brasilien. Die Kanzlei erbringt alle juristischen Dienstleistungen, die internationale Firmen benötigen, um durch Liefer-, Handelsvertreter- oder Vertriebsverträge oder neu gegründete oder bereits bestehende Tochtergesellschaften mit und/oder in Brasilien geschäftlich aktiv zu sein. Die Tätigkeit schliesst die Gründung von Tochtergesellschaften, den Erwerb bestehender brasilianischer Unternehmen und Joint Ventures ein. Weitere Informationen finden Sie auf der Firmen-Website.