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Digitaler Produktpass (DPP)

ExportHelp, Support bei Exportfragen

10. Aug. 2026

Scanning a QR code on a phone with a handheld scanner.

Der digitale Produktpass schafft mehr Transparenz und unterstützt die Kreislaufwirtschaft. Er bündelt Informationen zu Herkunft, Materialien, Sicherheit, Reparierbarkeit und Recycling. Für bestimmte Produktgruppen wird er schrittweise verpflichtend – zunächst unter anderem für Batterien.

Was ist der digitale Produktpass?

Der digitale Produktpass (Digital Product Passport, DPP) ist eine digitale Informationsquelle, die einem Produkt (sowie ggf. seinen Komponenten und Materialien) zugeordnet ist. Ziel ist es, relevante Produktdaten strukturiert bereitzustellen, damit die Nachhaltigkeit besser nachvollziehbar wird, die Kreislaufwirtschaft (Reparatur, Wiederverwendung, Recycling) unterstützt wird und die gesetzlichen Vorgaben einfacher erfüllt werden können. Der DPP soll transparenten und standardisierten Zugang zu verlässlichen Informationen ermöglichen, für Unternehmen, Konsumentinnen und Konsumenten, Reparatur- und Recyclingbetriebe sowie Behörden.

Der DPP wird schrittweise für bestimmte Produktgruppen eingeführt. Zu den ersten Bereichen zählen ausgewählte Batterien. Weitere Gruppen wie Textilien, Eisen und Stahl oder Bauprodukte sollen folgen.

Je nach Produktkategorie kann der DPP unter anderem Informationen enthalten zu:

  • Sicherheit und Konformität
  • Herkunft und Lieferkette
  • Materialzusammensetzung
  • Reparierbarkeit und Wartung
  • Umwelt- bzw. Nachhaltigkeitsleistung
  • Wiederverwendung sowie Recyclingfähigkeit

Betroffene Akteure

  • Hersteller (Inverkehrbringen oder Inbetriebnahme in der EU) müssen einen Digitalen Produktpass bereitstellen
  • Importeure trifft die Pflicht ebenfalls, wenn sie Produkte aus Nicht-EU-Ländern in der EU in Verkehr bringen.
  • Vertreiber müssen sicherstellen, dass betroffene Produkte über einen DPP verfügen.
  • Händler müssen ihren Kundinnen und Kunden einen einfachen Zugang zum DPP ermöglichen (z. B. via QR-Code/Link am Produkt oder in der Produktinformation).

Digitalproduktpass-Dienstleister

Digitalproduktpass-Dienstleister können im Auftrag eines Wirtschaftsteilnehmers die Verarbeitung, Speicherung und Bereitstellung der DPP-Daten übernehmen. Diese Nutzung ist grundsätzlich optional, Unternehmen können die Daten auch selbst verwalten.

Digitales Produktpassregister

Seit Juli 2026 ist das EU-weite Register für Digitale Produktpässe verfügbar. Beim Inverkehrbringen DPP-pflichtiger Produkte muss eine eindeutige Kennung registriert werden. Diese Kennung soll mindestens erkennen lassen,

  • ob ein DPP vorhanden ist und
  • wo die Daten gespeichert sind.

Die EU-Kommission kann die Kennung künftig um weitere Anforderungen ergänzen. Für DPP-pflichtige Produktgruppen ist die Registrierung verbindlich; darüber hinaus kann eine freiwillige Hinterlegung zusätzlicher Daten erfolgen.

 

Quellen:

New Digital Product Passport (DPP): New Digital Product Passport web page

The Digital Product Passport Registry: The Digital Product Passport Registry is now live - Internal Market, Industry, Entrepreneurship and SMEs

EU-Verordnung 2024/1781

Frequently Asked Questions on the Digital Product Passport (DPP): Explore our FAQs - European Commission

Latest New EU-Kommission: Digital Product Passport - European Commission

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