
Alexander Scholer, Manager Customer Loyalty
1. Apr. 2026

Mitglied des Monats April 2026: MBV AG MBV ist ein Schweizer Unternehmen, das Instrumente zur mikrobiologischen Luftüberwachung entwickelt, produziert und vertreibt – mit Schwerpunkt auf der pharmazeutischen Industrie unter streng regulierten Bedingungen.
Die Produkte von MBV werden weltweit in der Pharma- und Biotechnologie, der Lebensmittelproduktion sowie in Forschungseinrichtungen und Krankenhäusern eingesetzt. Sie unterstützen bei der zuverlässigen Überwachung und Kontrolle mikrobiologischer Kontaminationen.
Zum Portfolio gehören die Eigenentwicklungen derMAS-100 Luftkeimsammler für aktive und passive Luftüberwachung sowie das realtime-fähige Produkt Rapid-C+. MBV bietet zudem Schulungen, technischen Support und umfassende Serviceleistungen – für volle Begleitung über den gesamten Produktlebenszyklus.
Durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung stellt MBV langlebige, präzise Instrumente bereit, die höchsten Qualitäts- und regulatorischen Standards entsprechen.
MBV ist ein Familienunternehmen in zweiter Generation und Weltmarktführerin in einem Nischenmarkt: der mikrobiologischen Luftkeimsammlung für regulierte Branchen wie Pharma, Medizintechnik, Food & Cosmetics sowie Forschung. Seit über 30 Jahren entwickeln und produzieren wir in der Schweiz, und unsere MAS-100 Luftkeimsammler sind weltweit bei unseren Kunden im Einsatz.
Unsere Kunden arbeiten unter sehr hohen regulatorischen und technischen Anforderungen. Mit Nähe, Flexibilität und fundiertem Know-how schaffen wir Lösungen, die zuverlässig funktionieren und echten Mehrwert bieten. Gleichzeitig verstehen wir uns als Partner auf Augenhöhe und übernehmen Verantwortung – für Qualität, für unsere Mitarbeitenden sowie für Umwelt und Gesellschaft.
In fünf Jahren soll MBV international noch stärker als verlässlicher Partner wahrgenommen werden. Unsere Luftkeimsammler bleiben das Fundament unseres Erfolgs. Gleichzeitig wollen wir durch hervorragendes Fachwissen und hohes Engagement noch stärker als kompetenter Ansprechpartner in Fragen des Biomonitorings wahrgenommen werden.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist dabei unsere kontrollierte Wertschöpfungskette – von der Entwicklung bis zum Endprodukt. Sie ermöglicht uns, Qualität von Anfang an mitzudenken und unsere Lösungen konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden auszurichten.
Und wir bekennen uns weiterhin zum Werkplatz Schweiz: Wo immer es wirtschaftlich sinnvoll ist, setzen wir auf lokale Entwicklung und Produktion – für Präzision, Qualität und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
In der Pharma- und Biotech-Industrie steigen die regulatorischen Anforderungen weiter, insbesondere mit Blick auf EU GMP Annex 1 und die Entwicklung einer durchgängigen, risikobasierten Contamination Control Strategy. Damit wächst der Bedarf an durchgängigem, validiertem Monitoring - von klassischer Luftkeimsammlung in Reinräumen und Isolatoren bis hin zu automatisierten und integrierten Lösungen.
Daraus ergeben sich für uns drei zentrale Stossrichtungen: Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer etablierten Luftkeimsammler; die Integration von Automatisierung und Echtzeit‑Technologien; und als drittes eine noch stärkere Fokussierung auf Service, Datenintegration und Partnerschaften, um gemeinsam mit Kunden komplette Monitoring‑Konzepte entlang der regulatorischen Anforderungen aufzubauen – statt nur einzelne Instrumente zu liefern.
Innovation ist für uns Teil des täglichen Geschäfts und ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie – vom kontinuierlichen Verbessern bestehender bis hin zum Entwickeln neuer Produkte. Dabei geht es uns nie um Selbstzweck, sondern immer um den konkreten Mehrwert für unsere Kunden: weniger manuelle Eingriffe, stabilere Prozesse, bessere Entscheidungsgrundlagen und mehr Sicherheit in streng regulierten Umgebungen.
Unsere Innovationen entstehen im Dialog. Viele Impulse kommen direkt aus dem Team und aus dem engen Austausch mit unseren Kunden und Partnern. Zwei grosse Vorteile haben wir dabei: Als KMU profitieren wir von kurzen Entscheidungswegen, und als Familienunternehmen von einer Kultur des Vertrauens. Jede und jeder übernimmt Verantwortung, und wir schaffen den Freiraum, neue Ideen schnell zu testen und umzusetzen – ohne unsere Verlässlichkeit zu verlieren.
In der Pharma- und Biotech-Industrie treffen hohe regulatorische Anforderungen und ein starkes Bewusstsein für Produkt- und Patientensicherheit zusammen. Hier wächst der Bedarf an zuverlässiger, validierter Luftkeimüberwachung.
International sind deshalb für uns jene Märkte interessant, in denen die pharmazeutische Produktion, Biotech und Medizintechnik stark wächst und wo in moderne Reinraum- und Umweltüberwachung investiert wird – Europa, Nordamerika und manche Regionen in Asien. Gleichzeitig sehen wir viel Potenzial unter anderem in Spitälern und Branchen wie Food & Cosmetics und Forschung – hier wächst das Bewusstsein für Kontaminationsrisiken und regulatorische Anforderungen stark.
Als stark exportorientiertes KMU sind wir besonders sensibel für Risiken wie politische Unsicherheiten, neue Handelshürden, wechselnde Normen und Anforderungen oder Störungen in globalen Lieferketten. Und wir sind bis zu einem gewissen Grad abhängig von Schlüsselmärkten und -partnern.
Das Vertrauen unserer Partner und Kunden ist deshalb zentral. Sicherheit und Qualität sind für MBV zentrale Assets. Deswegen dürfen wir weder bei Produktqualität noch bei Compliance Kompromisse machen – auch dann nicht, wenn der Kostendruck steigt. Unser gesamtes Geschäftsmodell ist auf Stabilität und Verlässlichkeit ausgelegt, nicht auf kurzfristige Optimierung, und unsere Kommunikation ist offen und transparent. So bleiben wir für internationale Kunden ein berechenbarer Partner, auch wenn sich das Umfeld schnell verändert.
Digitalisierung ist für mich ein Mittel, um Qualität, Effizienz und Transparenz zu erhöhen. Da geht es einerseits um Lösungen, die unseren Kunden Nutzen bringen: Etwa unser MAS-100 Libra – ein vollautomatischer Sedimentationsplattenwechsler, der manuelle Eingriffe im Reinraum deutlich reduziert. Oder der Rapid-C+, mit dem gehen wir noch einen Schritt weiter in Richtung digitale, vernetzte, echtzeitfähige Umgebungsüberwachung, inklusive Datenanbindung an kundenseitige Systeme.
Andererseits schauen wir intern, wo digitale Lösungen Routinearbeiten vereinfachen, Fehler reduzieren und Zeit sparen. Auch hier kommen die besten Ideen meist aus den Teams. Wichtig ist dabei nicht die Frage nach Tools, sondern den richtigen Prioritäten. Und wir müssen sicherstellen, dass die Digitalisierung zu unserer Kultur und zu unserem Anspruch als verlässlicher Partner passt.
Nachhaltigkeit ist kein Projekt – es muss unserem täglichen Handeln zu Grunde liegen. Wirtschaftlich nachhaltig bedeutet, ein robustes, fokussiertes Geschäft aufzubauen, das auch in volatilen Zeiten verlässlich bleibt und langlebige Lösungen bietet. Ökologisch nachhaltig bedeutet, Produkte zu entwickeln, die Prozesse sicherer und effizienter machen und so Ausschuss und Stillstände bei unseren Kunden verhindern. Und dann geht es auch um soziale Nachhaltigkeit. Das beginnt bei MBV selbst: faire Arbeitsbedingungen, eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und die Möglichkeit, Beruf und Familie zu vereinbaren. Für den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens müssen alle diese Aspekte zusammenspielen.
Mythos 1: Luftkeimüberwachung in Pharma und Life Sciences ist technisch, reguliert, „trocken" und langweilig. Natürlich spielen Normen, Validierung und Dokumentation eine grosse Rolle, aber im Kern geht es um etwas sehr Konkretes: Menschen zu schützen und die Qualität von Medikamenten und medizinischen Produkten sicherzustellen. Unsere Mitarbeitenden sind international angesehene Fach-Expertinnen und Experten. Sie sind leidenschaftlich und extrem kreativ, wenn es darum geht, Prozesse sicherer und einfacher zu machen, in enger Zusammenarbeit mit jenen, die unsere Produkte anwenden. Diese „menschliche“ Seite macht einen grossen Teil der Faszination unserer Branche aus.
Und Mythos 2: Familienunternehmen oder KMU können nicht mit den internationalen Playern mithalten. In unserem Fall ist das Gegenteil der Fall: Gerade weil wir ein fokussiertes Nischenunternehmen sind, können wir sehr nahe an unseren Kunden entwickeln, schnell entscheiden und produzieren und über Jahre hinweg verlässliche Partnerschaften aufbauen. Auch wenn unsere Branche komplex ist, wir als KMU sind es nicht, und unsere Kunden vertrauen uns, weil sie die Menschen hinter den Lösungen kennen und wissen, dass wirtschaftliche Verantwortung, Innovation und langfristiges Denken bei diesen Personen zusammenlaufen.
Unser Firmengründer, mein Vater Hans Zingre, hat MBV von Anfang an als internationales Unternehmen aufgebaut. Dabei hat er auf starke Partnerschaften gesetzt. So ist beispielsweise Merck noch heute unser verlässlicher Partner für den globalen Vertrieb und Service bestimmter Produkte in unserem Portfolio.
Rückblickend würde ich noch früher Strukturen schaffen, die Skalierung und Lernkurven besser unterstützen: klare Prozesse für Export, Service und Marktfeedback, ein dediziertes Team mit Fokus auf Internationalisierung und eine noch engere Verzahnung von Vertrieb, Service und Produktentwicklung. Vieles davon ist über die Jahre organisch gewachsen. Einiges wäre mit einem bewussteren Adressieren wahrscheinlich leichter gewesen.
Ausserdem würde ich von Beginn an mehr Zeit in systematisches Lernen aus den Märkten investieren: Was funktioniert in welchen Regionen, welche Partnerkonstellationen tragen langfristig, wo braucht es lokale Präsenz, wo reicht ein starkes Netzwerk. Das Ziel wäre das gleiche wie heute: ein schlankes, wertorientiertes Setup, das unsere Rolle als spezialisierter Nischenanbieter international stärkt.
Switzerland Global Enterprise ist für uns strategische Sparringspartnerin und praktische Exporthilfe in einem. Ein Partner, der Märkte beobachtet, Optionen aufzeigt und bei konkreten Fragestellungen – von Zoll bis Markteintritt – gezielt unterstützt und hilft, unter Umständen kostspielige Fehler zu vermeiden. Gleichzeitig kommen wir über S-GE mit anderen international aktiven Unternehmen, Expertinnen und Experten sowie den Swiss Business Hubs in Kontakt und können so unsere eigene Exportstrategie schärfen.