19. Mai 2026

Dies ist die Aufzeichnung eines Webinars auf Italienisch vom 21. Mai 2026: eine praxisnahe Methode, um zu verstehen, welche ESG-Anfragen für kleine und mittlere Unternehmen in der Schweiz und in Liechtenstein tatsächlich relevant sind – und wie sich in kurzer Zeit eine glaubwürdige, belegbare Grundlage aufbauen lässt.
Im Webinar wird erklärt, dass unternehmerische Nachhaltigkeit KMU vor allem über drei Kanäle erreicht: Kundinnen und Kunden (Fragebögen, Vertragsklauseln, Audits), Banken (Risikobeurteilung) und Lieferketten, in denen grössere Unternehmen Informationen von ihren Lieferanten einfordern. Es geht nicht darum, «alles zu machen», sondern konsistent und mit Nachweisen antworten zu können – ohne Geschäftsbeziehungen zu gefährden.
Gaia Barcilon
CEO, EOS Social Responsibility Solutions SASinnvoll unterschieden wird zwischen direkter Pflicht aus Regulierung, indirekter Betroffenheit (Anfragen von Kundinnen und Kunden, die selbst Regeln unterstehen), Reputationsrisiko (Aussagen ohne belastbare Belege) und operativem Risiko (Länder, Materialien und kritische Lieferanten). Zudem wird betont: Auch wenn die Schweiz nicht zur Europäischen Union gehört, ist sie nicht «stillstehend» – die Entwicklung geht in Richtung mehr Transparenz, mehr Verantwortung und mehr Fokus auf die Lieferkette.
Für viele KMU ist der erste Schritt kein langer Nachhaltigkeitsbericht. Stattdessen empfiehlt das Webinar ein «Minimum-Set»: eine konkrete Nachhaltigkeitspolicy, einen internen Verhaltenskodex, einen Lieferantenkodex (in Verträge zu integrieren), eine verantwortliche interne Person, ein ESG-Risikoregister sowie einen strukturierten Evidenzordner (Daten, Kennzahlen, Audits, ausgefüllte Fragebögen). So lassen sich Anfragen konsistent bearbeiten und Widersprüche reduzieren.
Gaia Barcilon
CEO, EOS Social Responsibility Solutions SA