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Argentinien

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Argentinien durchläuft einen bedeutenden wirtschaftlichen Anpassungsprozess, und Reformen gestalten ein neues Umfeld für internationale Unternehmen.

Laut internationalen Prognosen soll das reale BIP mit einem Wachstum von etwa 4,5 % im Jahr 2025 stark ansteigen. Die Inflation bleibt sehr hoch, sollte sich 2025 jedoch bei 35 bis 40 % einpendeln, da die Haushaltskonsolidierung und die Währungsreform Wirkung zeigen. Die Regierung lockert schrittweise die Devisenbeschränkungen und baut die Reserven wieder auf, während strukturelle Herausforderungen – wie hohe Staatsausgaben, geringe Produktivität und aufsichtsrechtliche Komplexität – bestehen bleiben.

Besonders gute Chancen für Schweizer Exporteure bietet Argentinien in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) sowie im Bergbau. Beide Bereiche werden getragen durch erhebliche Investitionen in die Energiewende, die Infrastruktur und kritische Rohstoffe. Die Integration Argentiniens in den Mercosur sowie das Freihandelsabkommen EFTA-Mercosur, das nach Inkrafttreten den Marktzugang erleichtern und Zollbarrieren reduzieren dürfte, verbessert diese Chancen weiter. Sorgfältige Planung zur Bewältigung von Inflation, Währungsschwankungen, Importbeschränkungen und sich im Wandel befindlichen politische Rahmenbedingungen ist Voraussetzung für den Erfolg.

Nein

Freihandelsabkommen

Es gibt ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und diesem Land. Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO).

1.48
 Mrd.

Total Handelsströme

Gesamtvolumen der mit der Schweiz gehandelten Waren (Importe + Exporte). Quelle: UN Comtrade. Daten per 2023.

14.38
 %

BIP-Wachstum über 3 Jahre

Gesamtwachstum des realen BIP in den letzten drei Jahren. Quelle: Weltbank. Daten per 2023.

Schweizer Exporteure in Argentinien sollten in ihrer Markteintrittsstrategie von Anfang an Inflations-, Währungs- und Vertragsrisikoreserven vorsehen – insbesondere bei kapitalintensiven MEM- und Bergbauprojekten, wo trotz erheblicher Chancen die Volatilität ein entscheidender Faktor bleibt.

Bruno Aloi

Senior Consultant Latin America

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FAQ

Das Land ist im Begriff, eine schwierige Zeit hinter sich zu lassen und in eine Erholungsphase einzutreten. Die Wachstumsprognose für 2025 lautet auf 4,5 % und auf 4,3 % für 2026. Die nach wie vor sehr hohe Inflation sollte dank geld- und finanzpolitischer Massnahmen auf 35 bis 40 % zurückgehen. Bemühungen um eine Lockerung der Währungsbeschränkungen, den Wiederaufbau der Devisenreserven und die Stärkung der gesamtwirtschaftlichen Stabilität sind im Gang. Für Schweizer Exporteure bietet dieses Umfeld aufkommende Chancen, es erfordert jedoch flexible Preisgestaltung und solide Risikomanagementstrategien.

Schweizer Unternehmen können vor allem vom Ausbau der Bergbau- und Industrieinfrastruktur in Argentinien sowie vom Übergang zu effizienteren und nachhaltigeren Energiesystemen profitieren. Gross angelegte Projekte zur Lithium- und Kupferförderung treiben die Nachfrage nach Bergbaumaschinen, Elektroanlagen, Automatisierung, Verarbeitungstechnologie und Umweltlösungen. Gleichzeitig steigert die Modernisierung von Industrie und Infrastruktur Chancen für Schweizer MEM-Exporte. Aller Voraussicht nach wird das EFTA-Mercosur-Abkommen die langfristigen Aussichten weiter festigen, da es die Handelsbedingungen zwischen der Schweiz und Argentinien verbessert.

Die meistversprechenden Sektoren für Schweizer Exporteure sind der Bergbau (insbesondere Lithium und Kupfer), MEM-Industrien, erneuerbare Energie und Netztechnologien, Industrieautomatisierung sowie Infrastrukturanlagen. Diese Sektoren kommen den Stärken der Schweiz – nämlich Präzisionstechnik, Zuverlässigkeit und hochwertige technologische Lösungen – entgegen.

Zu den schwierigsten Hürden zählen die hohe Inflation, Wechselkursvolatilität, im Wandel befindliche Importauflagen und eine komplexe Verwaltung. Lange Vorlaufzeiten und Kapitalintensität erhöhen bei MEM- und Bergbauprojekten die Exponiertheit gegenüber finanziellen und vertraglichen Risiken. Ein erfolgreicher Markteintritt erfordert typischerweise flexible Verträge, Absicherungsstrategien, starke lokale Partner und eine fortlaufende Überwachung der politischen Massnahmen. Die Zusammenarbeit mit Organisationen wie SwissCham Argentinien kann operative und aufsichtsrechtliche Risiken erheblich reduzieren.

Unsere Expert/-innen für Argentinien

Bruno Aloi

Bruno Aloi

Senior Consultant Latin America

Zurich, Schweiz

baloi@s-ge.com

+41 44 365 54 76

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