
Bangladesch bietet einen dynamischen Markt für Schweizer und Liechtensteiner Exporteure, angetrieben von einem starken Industriesektor und einer erheblichen Mitarbeitendenbeteiligung in Textilien und Bekleidung, die die Exportlandschaft dominieren. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen bieten das Engagement des Landes für die Schaffung von Arbeitsplätzen, Geschlechtergleichstellung und Klimaschutz vielversprechende Möglichkeiten für nachhaltige Geschäftsinitiativen.
Die Wirtschaft Bangladeschs ist durch einen starken Industriesektor gekennzeichnet, der 36% des BIP ausmacht und 17% der Arbeitskräfte beschäftigt, wobei die Bekleidungs- und Textilsektoren besonders hervorstechen und 85% der Gesamtexporte ausmachen. Der Dienstleistungssektor, der 53% des BIP ausmacht, hat eine leichte Schrumpfung gezeigt, was auf Potenzial für Wachstum und Entwicklung im dienstleistungsbezogenen Export hinweist. Der Schwerpunkt des Swiss Investment Fund for Emerging Market auf Schaffung von Arbeitsplätzen und Klimawandel steht im Einklang mit den Entwicklungszielen Bangladeschs und bietet Chancen für Schweizer Exporteure in nachhaltigen Technologien und geschlechterinklusiven Geschäftsmodellen. Herausforderungen wie hohe Inflation, ein sinkender Devisenvorrat und steigende notleidende Kredite erfordern jedoch sorgfältige Markteintrittsstrategien und Risikobewertungen für erfolgreiche Operationen.
Freihandelsabkommen
Es gibt ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und diesem Land. Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO).
Total Handelsströme
Gesamtvolumen der mit der Schweiz gehandelten Waren (Importe + Exporte). Quelle: UN Comtrade. Daten per 2023.
BIP-Wachstum über 3 Jahre
Gesamtwachstum des realen BIP in den letzten drei Jahren. Quelle: Weltbank. Daten per 2023.
Deepti Sharma
Senior Consultant Indien + Südostasien
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Die aktuelle wirtschaftliche Lage in Bangladesch zeigt Anzeichen einer verlangsamten Wachstumsrate und finanziellen Belastung. Das BIP-Wachstum wird voraussichtlich auf 5.2% für das Geschäftsjahr 2024 moderieren und weiter auf 4% im Geschäftsjahr 2025 abnehmen, während die Inflation hoch bleibt und von Oktober 2023 bis Oktober 2024 durchschnittlich über 10% beträgt. Zudem sind die Devisenreserven erheblich gesunken und der Bankensektor steht mit einer Zunahme der notleidenden Kredite um 35.5% unter Druck. Schweizer Exporteure sollten vorsichtig sein und die wirtschaftliche Volatilität bei der Planung ihrer Marktstrategien berücksichtigen.
Schweizer Exporteure sollten beachten, dass der bilaterale Handel mit Bangladesch stark bleibt und im letzten Jahr CHF 1,09 Milliarden erreichte, während die Schweizer Exporte nach Bangladesch um 21,3% auf CHF 99,30 Millionen gesunken sind, vor allem bei Textilmaschinen und chemischen Gütern. In der Zwischenzeit sind die Warenausfuhren von Bangladesch in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2025 um 10,80% gestiegen, was auf eine robuste Nachfrage nach Schweizer Produkten hinweist. Exporteure sollten sich darauf konzentrieren, die Wettbewerbsfähigkeit in diesen Sektoren zu erhalten und Möglichkeiten in Bangladeschs wachsendem Markt zu erkunden.
Schweizer Unternehmen haben Chancen im Dienstleistungssektor von Bangladesch, der 53% des BIP ausmacht und 38% der Arbeitsplätze bietet. Zudem tritt der Swiss Investment Fund for Emerging Market (SIFEM) in den bangladeschischen Markt ein, mit einem Fokus auf die Schaffung von Arbeitsplätzen, Geschlechtergleichheit und die Minderung des Klimawandels, was mit der Schweizer Expertise in nachhaltiger Entwicklung und Innovation übereinstimmt.
Der Dienstleistungssektor ist für Schweizer Exporteure besonders vielversprechend, da er etwa 53% des BIP ausmacht und 38% der Gesamtarbeitsplätze im Land bereitstellt. Zudem investiert der Swiss Investment Fund for Emerging Market (SIFEM) in Bangladesch mit einem Schwerpunkt auf Schaffung von Arbeitsplätzen, Gleichstellung der Geschlechter und Bekämpfung des Klimawandels, was mit den Stärken der Schweizer Dienstleistungen in den Bereichen Finanzen, Umwelt und Soziales im Einklang steht.
Schweizer Exporteure stehen vor erheblichen Herausforderungen wie potenziellen Exportverlusten durch Änderungen beim Marktzugang, wie den möglichen Verlust des DF-QF-Marktzugangs zur EU, was zu jährlichen Verlusten von rund 5 Milliarden USD führen könnte. Zudem können Korruption und schlechte Regierungsführung in bestimmten Märkten, wie etwa Bangladesch, das wirtschaftliche Potenzial untergraben und Geschäftsabläufe verkomplizieren.