
Die zentrale Lage von Belgien in Europa sowie seine fortschrittliche Infrastruktur machen das Land zu einem der wichtigsten Logistik- und Wirtschaftsknotenpunkte des Kontinents. Das Land bietet Schweizer und liechtensteinischen Unternehmen attraktive Chancen in Bereichen wie Life-Sciences, Biotechnologie, Pharmazie, Logistik und Infrastruktur.
Die belgische Wirtschaft ist zwar mit einem hohen Staatsdefizit und Schuldenniveau konfrontiert, bleibt aber ein wichtiger Akteur im europäischen Markt und belegt weltweit den 23. Platz beim nominalen BIP. Das Wirtschaftswachstum des Landes im Jahr 2024 wurde durch Zuwächse bei der Inlandsnachfrage und Produktivität angekurbelt. Belgien ist führend in der Pharmaindustrie und ein wichtiger Logistikstandort, insbesondere mit dem Port of Antwerp-Bruges, und bietet vielversprechende Chancen. Auch das Engagement des Landes für Innovation, belegt durch den sechsten Platz im Europäischen Innovationsanzeiger, erhöht seine Attraktivität zusätzlich. Allerdings können hohe Arbeitskosten und verwaltungstechnische Komplexität eine Herausforderung für Neuankömmlinge darstellen. Mit einer klaren Positionierung und einer gut vorbereiteten Strategie bleibt Belgien dennoch ein Markt, der für qualitativ hochwertige Lösungen empfänglich ist, insbesondere in Sektoren, wo Innovation und Zuverlässigkeit gefragt sind.
Freihandelsabkommen
Es gibt ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und diesem Land. Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO).
Total Handelsströme
Gesamtvolumen der mit der Schweiz gehandelten Waren (Importe + Exporte). Quelle: UN Comtrade. Daten per 2023.
BIP-Wachstum über 3 Jahre
Gesamtwachstum des realen BIP in den letzten drei Jahren. Quelle: Weltbank. Daten per 2023.
Beat Kuster
Senior Consultant Southern Europe + Benelux
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Webinar auf Französisch über den europäischen und britischen CBAM, E-Commerce und Sendungen mit niedrigem Wert
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Umfassende Insights in die Markttrends, Schlüsselbranchen und Wettbewerbslandschaft Belgiens sind im Wirtschaftsbericht Belgien 2025 der Schweizerischen Botschaft in Brüssel verfügbar. Der Bericht betont das Wachstum im Dienstleistungs- und Logistiksektor sowie die hohen Innovationsquoten in der Biotechnologie und in der Pharmaindustrie. Für spezifische Informationen wenden Sie sich bitte an unsere Länderexpertinnen und -experten.
Angesichts der föderalen Struktur Belgiens, in der Flandern, Wallonien und Brüssel jeweils über ihre eigenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verfügen, wird ein regionaler Ansatz empfohlen. Partnerschaften mit lokalen Vertreiberinnen und Vertreibern oder die Teilnahme an Joint Ventures erleichtern oft den Zugang zu Kundinnen und Kunden. Schweizer und liechtensteinische Exporteurinnen und Exporteure profitieren vom EU-Marktzugang Belgiens und seinen Logistikzentren wie dem Port of Antwerp-Bruges.
Belgiens starke Logistikbranche sowie die Konzentration multinationaler Unternehmen bieten hervorragende Chancen für das Eingehen lokaler Partnerschaften. S-GE hilft bei der Umsatzsteigerung und dem Aufbau nachhaltiger Lieferketten in der Region, indem Exportierende aus der Schweiz und Liechtenstein mit geprüften lokalen Partnerinnen und Partnern zusammengebracht werden.
Als EU-Mitglied orientiert sich Belgien an den Standards der Europäischen Union und deren Zertifizierungsanforderungen. Hierzu zählen die CE-Kennzeichnung für Industrie- und Konsumgüter sowie die Einhaltung der EU-Richtlinien zu Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz. Schweizer und liechtensteinische Exporteurinnen und Exporteure profitieren von bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU, welche die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungen erleichtern.
Zu den grössten Herausforderungen zählen relativ hohe Arbeitskosten, eine je nach Region verwaltungstechnische Komplexität und ein starker Binnenwettbewerb. Steuerliche und rechtliche Unterschiede zwischen Flandern, Wallonien und Brüssel können den Markteintritt verkomplizieren. Andererseits wiegen der mehrsprachige Talentpool, die hohe Kaufkraft und die fortschrittliche Infrastruktur in Belgien solche Hürden auf. Mit der Unterstützung durch Beratungsfachleute von S-GE können Schweizer und liechtensteinische Exportierende diese Probleme angehen und eine widerstandsfähige Marktpräsenz aufbauen.