
Die brasilianische Wirtschaftslandschaft bietet Schweizer Unternehmen auch weiterhin Skalierbarkeit und Vielfalt. Im Jahr 2024 wuchs das reale BIP um 3,4 % – der stärkste Zuwachs der letzten Jahre. Für 2025 wird mit einem Wachstum von etwa 2,2 bis 2,5 % gerechnet.
Die verarbeitende Industrie und die Rohstoffgewinnung bleiben zentrale Säulen der brasilianischen Wirtschaft und stützen deren enge Integration in den Welthandel. Das Land hat seine Position im Bereich nachhaltiger Energien weiter ausgebaut, wobei etwa 88 % des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen. Brasilien nimmt damit eine weltweit führende Rolle in diesem Bereich ein. Dies deckt sich hervorragend mit dem Schweizer Know-how im Bereich Technologie erneuerbarer Energien.
Auch die brasilianische Landwirtschaft und die Life-Sciences wachsen weiter. Der Markt für Pharmazeutika wird in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich stark wachsen. Zudem bleibt Brasilien ein weltweit führendes Agrarland und ein Spitzenexporteur von Food und Agrarrohstoffen. Das EFTA-Mercosur-Freihandelsabkommen, das einen bedeutenden Meilenstein für Schweizer Exporteure darstellt, fördert diese Langzeitchancen zusätzlich. Nach seiner vollständigen Umsetzung will es Zölle senken, den Marktzugang verbessern und die Rechtssicherheit stärken.
Herausforderungen wie eine volatile Währung, Inflationsdruck und haushaltspolitische Zwänge verlangen sorgfältige Planung, strategische Lokalisierung und den Aufbau solider, langlebiger Marktpartnerschaften, wenn Schweizer Exporteure in diesem komplexen, aber äusserst attraktiven Markt erfolgreich sein wollen.
Freihandelsabkommen
Es gibt ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und diesem Land. Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO).
Total Handelsströme
Gesamtvolumen der mit der Schweiz gehandelten Waren (Importe + Exporte). Quelle: UN Comtrade. Daten per 2023.
BIP-Wachstum über 3 Jahre
Gesamtwachstum des realen BIP in den letzten drei Jahren. Quelle: Weltbank. Daten per 2023.
S-GE-Marktperspektive
Aktualisiert am 1. Dez. 2025, prognose für Q1 2026 - Q2 2026
Das reale Wachstum verlangsamt sich aufgrund der schwächeren globalen Nachfrage, der US-Zölle in Höhe von 50 % und volatiler Rohstoffpreise. Der Ausblick berücksichtigt Verzerrungen der Exportleistung im Zusammenhang mit der USA-China-Beziehung sowie den Rohstoffpreisen. Die Unsicherheit im Vorfeld der Wahlen von 2026 ist ein Abwärtsrisiko. Chancen bestehen in den Bereichen Infrastruktur, Energie, digitale Infrastruktur und Agrarwirtschaft.
Im Oktober 2025 hat Brasilien die Zölle für eine Reihe von MEM-, IT- und Medtech-Produkten sowie Transportmittel erhöht. Im Juli 2025 haben EFTA und Mercosur die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen abgeschlossen. Die Grünen erwägen die Einleitung eines Referendums.
Die brasilianischen Lieferketten funktionieren, sind jedoch an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Die Häfen haben ihre Kapazität fast oder ganz erreicht. Die brasilianischen Häfen sind vollständig ausgelastet, und es ergeben sich erhebliche Verzögerungen aufgrund zunehmender Agrarexporte.
Das reale Wachstum verlangsamt sich aufgrund der schwächeren globalen Nachfrage, der US-Zölle in Höhe von 50 % und volatiler Rohstoffpreise. Der Ausblick berücksichtigt Verzerrungen der Exportleistung im Zusammenhang mit der USA-China-Beziehung sowie den Rohstoffpreisen. Die Unsicherheit im Vorfeld der Wahlen von 2026 ist ein Abwärtsrisiko. Chancen bestehen in den Bereichen Infrastruktur, Energie, digitale Infrastruktur und Agrarwirtschaft.
Im Oktober 2025 hat Brasilien die Zölle für eine Reihe von MEM-, IT- und Medtech-Produkten sowie Transportmittel erhöht. Im Juli 2025 haben EFTA und Mercosur die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen abgeschlossen. Die Grünen erwägen die Einleitung eines Referendums.
Die brasilianischen Lieferketten funktionieren, sind jedoch an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Die Häfen haben ihre Kapazität fast oder ganz erreicht. Die brasilianischen Häfen sind vollständig ausgelastet, und es ergeben sich erhebliche Verzögerungen aufgrund zunehmender Agrarexporte.
Disclaimer: Der Inhalt dient ausschliesslich allgemeinen Informationszwecken und stellt weder eine Beratung noch eine Empfehlung dar. Eine Haftung für die Aktualität und Richtigkeit der Inhalte wird ausgeschlossen. Detaillierte Informationen finden Sie hier.
Hans Andreas Aebi
Head of Swiss Business Hub Brazil
Swiss Business Hub Brazil
4. Dez. 2025 · 2 Minuten Lesezeit

Bruno Aloi, Swiss Business Hub Brazil
4. Dez. 2025 · 2 Minuten Lesezeit

4. Dez. 2025 · 1 Minute Lesezeit

4. Dez. 2025 · 2 Minuten Lesezeit

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Brasilien erlebt ein mässiges, aber stabiles Wirtschaftswachstum. Das BIP wuchs 2024 um 3,4 %, und die Prognosen für 2025 deuten auf ein Wachstum von leicht über 2 % hin, gestützt durch den Binnenkonsum, die Agrarwirtschaft und fortgesetzte Investitionen in Infrastruktur und Energie. Die Inflation bleibt ein entscheidender Faktor, und der brasilianische Real hat Phasen deutlicher Abwertung erlebt, die sich auf die Preisgestaltung, die Margen und die Kostenstrukturen ausländischer Zulieferer auswirken.
Zur Begrenzung der Inflation bleiben die Zinsen relativ hoch, was sowohl Finanzierungskonditionen als auch Anlageentscheidungen beeinflusst. Allerdings stellt das EFTA-Mercosur-Freihandelsabkommen einen wichtigen strukturellen Meilenstein dar. Mit seiner Umsetzung werden ein verbesserter Marktzugang, geringere Zölle und erhöhte langfristige Planungssicherheit für Schweizer Exporteure erwartet. Bei der Planung des Markteintritts und der Expansion in Brasilien sollten Schweizer Unternehmen daher Währungsbewegungen, Finanzierungsbedingungen und in der Entwicklung befindliche Handelsrahmen berücksichtigen.
Brasiliens Exporte bleiben getrieben von Landwirtschaft, Mineralien, Energie und einem stetig expandierenden Mix von Fertigerzeugnissen. Das Importvolumen ist angestiegen, da die Nachfrage nach Maschinenanlagen, Spezialgeräten und industriellen Betriebsmaterialien wächst – alles Bereiche, in denen Schweizer Unternehmen seit jeher hervorragend abschneiden. Im Jahr 2024 stieg das Exportvolumen, und der Anstieg des Importvolumens lässt auf eine wachsende Binnennachfrage schliessen. Die Chancen könnten sich weiter verbessern, da Brasilien sein Handelsnetz ausbaut und die Kapitalverflechtungen mit wichtigen Partnern vertieft.
Bei erneuerbaren Energien, grünem Wasserstoff, Pharmazeutika, Präzisionstechnik und Industrietechnik bestehen solide Chancen für Schweizer Unternehmen. Da fast 90 % des in Brasilien erzeugten Stroms bereits aus erneuerbaren Quellen stammen, steigt die Nachfrage nach Lösungen für Netzstabilität, Speicherung, Wasserstoffentwicklung und Energieeffizienz. Im kommenden Jahrzehnt dürfte die Pharmaindustrie ein erhebliches Wachstum verzeichnen, und auch die industrielle Landwirtschaft bietet Chancen bei Agrarinnovation, Nachhaltigkeitstechnologien und hochwertigen Maschinenanlagen.
Die Pharmaindustrie, grüner Wasserstoff und erneuerbare Energien zählen zu den meistversprechenden brasilianischen Sektoren für Schweizer Exporteure. Die brasilianische Pharmaindustrie dürfte bis 2032 von derzeit CHF 18 Mrd. auf CHF 40 Mrd, anwachsen, was auf signifikante Expansionsmöglichkeiten im Markt schliessen lässt. Zudem geht man davon aus, dass der Markt für grünen Wasserstoff bis 2050 CHF 30 Mrd. erreichen wird. Die umfangreichen Investitionen in erneuerbare Energien, darunter Wasserstoff, Biomasse und Solarstrom, beliefen sich 2024 auf USD 26 Mrd., was den starken Fokus auf nachhaltige Energielösungen beweist.
Schweizer Exporteure müssen mit Herausforderungen wie Wechselkursvolatilität, Inflation, hohen Zinsen und gelegentlich komplexen aufsichtsrechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen rechnen. Auch Veränderungen bei den internationalen Handelsbedingungen können sich auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirken. Für einen erfolgreichen Eintritt in den brasilianischen Markt müssen Bürokratie sowie regionale Unterschiede und Markttendenzen bewältigt werden, was eine sorgfältige Risikoanalyse, flexible Kostenplanung und starke lokale Partnerschaften voraussetzt.