Japan Export

Japan

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Japan, als drittgrösste Volkswirtschaft der Welt, bietet eine bedeutende Chance für Exporteure aus der Schweiz und Liechtenstein, insbesondere in von Innovation und Technologie geprägten Sektoren. Die sich entwickelnde Offenheit des Landes für ausländische Direktinvestitionen und robuste Konsumtrends machen es zu einem vielversprechenden Markt für Expansion und Zusammenarbeit.

Japans wirtschaftliche Landschaft wird durch ein rekordverdächtiges öffentliches Budget geprägt — das Budget für 2025 wurde mit ¥115,5 Billionen (ungefähr USD 730–770 Milliarden) genehmigt, mit großen Zuteilungen für Sozialversicherung, Schuldendienst und erhöhte Verteidigungsausgaben. Ein erheblicher Anteil des BIP stammt aus dem privaten Konsum, der etwa 55–60% ausmacht und die Bedeutung der Inlandsnachfrage unterstreicht.

Zentrale Sektoren wie Technologie, Wissenschaft und Innovation bleiben für ausländische Unternehmen attraktiv; Schweizer Unternehmen — insbesondere in den Bereichen Medtech, Cleantech und Advanced Manufacturing — könnten Chancen finden, da Japan nach internationalen Partnerschaften und ausländischen Direktinvestitionen sucht. Allerdings erfordern strukturelle Herausforderungen wie eine sehr hohe Staatsverschuldung (eine der höchsten weltweit im Verhältnis zum BIP) und ein komplexes regulatorisches Umfeld sorgfältige Planung und starke lokale Partnerschaften für einen erfolgreichen Markteintritt und Betrieb.

Ja

Freihandelsabkommen

Es gibt ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und diesem Land. Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO).

12.41
 Mrd.

Total Handelsströme

Gesamtvolumen der mit der Schweiz gehandelten Waren (Importe + Exporte). Quelle: UN Comtrade. Daten per 2023.

5.53
 %

BIP-Wachstum über 3 Jahre

Gesamtwachstum des realen BIP in den letzten drei Jahren. Quelle: Weltbank. Daten per 2023.

S-GE-Marktperspektive

Benno Keller, Director Corporate Development + Strategy

Aktualisiert am 1. Dez. 2025, prognose für Q1 2026 - Q2 2026

Marktbedingungen

Die Wirtschaft wird voraussichtlich langsam wachsen, da sie mit äußeren und strukturellen Gegenwinden konfrontiert ist. Demografische Gegenwinde und hohe öffentliche Schulden begrenzen die langfristigen Wachstumsaussichten. Zu den wichtigsten Risiken gehören eine Abschwächung in China, eine Eskalation der Zölle und ein Anstieg der Rohstoffpreise. Chancen bestehen in den Bereichen Technologie, grüner Wandel, Gesundheit/Pflege und Smart-City-Infrastruktur.

Marktzugang

Im Oktober verabschiedete Japan eine geänderte Verordnung, die die Anforderungen für das "Geschäftsführer"-Visum in Japan verschärft. Die Mindestkapitalanforderung wird auf 30 Millionen Yen erhöht (sechsmal so hoch wie der bisherige Betrag). Zusätzliche Anforderungen umfassen Kenntnisse der japanischen Sprache, Managementerfahrung und die Beschäftigung von Vollzeitpersonal.

Lieferkette

Es gibt keine wesentlichen Störungen, die Hauptgefahren für Lieferketten resultieren aus geopolitischen Spannungen und Fachkräftemangel aufgrund einer schrumpfenden Bevölkerung.

Verbesserung
Keine Verbesserung
Verschlechterung

Disclaimer: Der Inhalt dient ausschliesslich allgemeinen Informationszwecken und stellt weder eine Beratung noch eine Empfehlung dar. Eine Haftung für die Aktualität und Richtigkeit der Inhalte wird ausgeschlossen. Detaillierte Informationen finden Sie hier.

In Japan hängt der Erfolg oft davon ab, die richtigen Partnerschaften aufzubauen. Indem Schweizer Unternehmen mit innovativen japanischen Industriepartnern zusammengebracht werden, können starke Synergien entstehen – wenn die richtige Übereinstimmung gefunden wird, sind die Möglichkeiten nahezu grenzenlos.

Fabian Stiefvater

Head of Swiss Business Hub Japan

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Success stories

FAQ

Die aktuelle Wirtschaftslage Japans zeigt ein gemischtes Bild. Das nominale BIP stieg 2024 um 3,1 %, während das reale BIP-Wachstum mit rund 0,2 % bescheiden blieb. Prognosen für 2025 deuten nur auf eine geringe Verbesserung hin, wobei das reale Wachstum voraussichtlich unter 1 % bleibt. Die Regierung hat ein Rekordbudget für 2025 genehmigt, das den steigenden Verpflichtungen in der Sozialversicherung und bei der Schuldentilgung Rechnung trägt und plant, dieses durch eine Kombination aus Steuereinnahmen und fortgesetzter Anleiheemission zu finanzieren. Für Exporteure bietet Japans wachsendes Interesse an ausländischen Direktinvestitionen Chancen für Partnerschaften und Technologiekollaborationen. Doch das langsame reale Wachstum und die strukturellen fiskalischen Zwänge des Landes unterstreichen die Notwendigkeit einer sorgfältigen Marktbewertung und eines starken lokalen Engagements, um erfolgreich zu sein.

Schweizer Exporteure sollten beachten, dass Japans Handel stark von seinem umfangreichen Netz an Freihandelsabkommen beeinflusst wird, das 79% seines Handels abdeckt. Laufende Verhandlungen könnten diese Abdeckung weiter erhöhen. Zudem haben Japans Importe in Bereichen wie elektronische Komponenten und Chemikalien erheblich zugenommen, was auf eine starke Nachfrage hindeutet. Die Schweiz rangiert als 22. größter Exporteur nach Japan, was Wachstumschancen in diesen stark nachgefragten Sektoren nahelegt.

Schweizer Unternehmen haben bedeutende Chancen in Japan, insbesondere in den Bereichen Cleantech, Biotechnologie, Pharmazeutika und Medizintechnik, wie vom Swiss Business Hub Japan festgestellt. Zudem hat der Fertigungssektor, besonders Chemikalien und elektronische Komponenten, ein starkes Wachstum gezeigt, was auf weiteres Exportpotenzial hindeutet. Die Zusammenarbeit mit japanischen Industriepartnern kann durch das Science and Technology Office und Swissnex in Japan erleichtert werden.

Schweizer Exporteure sollten sich auf den Fertigungssektor konzentrieren, insbesondere Chemikalien, elektronische Bauteile und Transportausrüstungen, da diese Bereiche ein signifikantes Wachstum verzeichnet haben, wobei Chemikalien und elektronische Bauteile über 20% zugelegt haben. Darüber hinaus bietet der Finanz- und Versicherungsdienstleistungssektor aufgrund seines stetigen Wachstums und Rekordwerten Chancen. Cleantech, Biotechnologie, Pharmazie und Medizintechnik sind ebenfalls vielversprechende Sektoren, insbesondere auf dem japanischen Markt, wie vom Swiss Business Hub Japan identifiziert.

Schweizer Exporteure stehen Herausforderungen wie schwankenden globalen Handelsrichtlinien und Zöllen gegenüber, die die Wettbewerbsfähigkeit und den Marktzugang beeinträchtigen können. Zum Beispiel verdeutlicht Japans Erfahrung mit US-Zöllen auf Autoimporte das Risiko plötzlicher politischer Änderungen, die wichtige Exportkategorien beeinflussen. Schweizer Exporteure sollten internationale Handelsabkommen genau beobachten und Märkte diversifizieren, um solche Risiken zu mindern.

Unsere Expert/-innen für Japan

Michela Giuliato

Consultant Japan + South Korea

Zurich, Schweiz

mgiuliato@s-ge.com

+41 44 365 55 08

Fabian Stiefvater

Head of Swiss Business Hub Japan

Tokyo, Japan

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