
Polen ist der grösste Markt in Mittel- und Osteuropa und bietet dynamische wirtschaftliche Expansion mit wachsenden Investitionen in digitale Infrastruktur und Innovation. Die sich entwickelnde Industrielandschaft und die starke Fertigungsbasis bieten erhebliche Chancen für Schweizer und liechtensteinische Exporteure, die auf sektorübergreifende Zusammenarbeit und Expansion Wert legen.
Das Fundament der polnischen Wirtschaft ruht auf stetigem BIP-Wachstum: Die reale Produktion erweiterte sich im Jahr 2025 um rund 3,5 %, womit Polen eine der besseren Performances unter den EU-Volkswirtschaften aufweist. Die polnische Arbeitslosenquote ist niedrig geblieben, was den historisch knappen Arbeitsmarktbedingungen entspricht und zu einem insgesamt förderlichen Unternehmensumfeld beiträgt. Zu den Hauptnachfragesektoren zählen Maschinenanlagen und Fahrzeuge sowie Chemieprodukte, die zu den wichtigsten Importen des Landes gehören. Die digitale Wirtschaft und der Technologiesektor wachsen weiter, was auf anhaltende Investitionen und strukturelle Diversifizierung schliessen lässt. Auch bei der Energiewende macht Polen Fortschritte: Zwar hat Kohle historisch eine grosse Rolle gespielt, aber nun wird die Kapazität erneuerbarer Energien erweitert. Zur Diversifizierung des Energiemix wird auch Atomkraft eingeführt. Die strategische Planung und Anpassung an die lokalen Marktbedingungen bleiben wichtig für den erfolgreichen Markteintritt und ein entsprechendes Wachstum.
Freihandelsabkommen
Es gibt ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und diesem Land. Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO).
Total Handelsströme
Gesamtvolumen der mit der Schweiz gehandelten Waren (Importe + Exporte). Quelle: UN Comtrade. Daten per 2023.
BIP-Wachstum über 3 Jahre
Gesamtwachstum des realen BIP in den letzten drei Jahren. Quelle: Weltbank. Daten per 2023.
Piotr Lesiak
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Bern, Schweiz

TRAKO ist das zweitgrösste Treffen der Eisenbahnbranche in Europa und ein Muss für jedes Schweizer Unternehmen, das im Markt Polen aktiv ist oder es werden möchte.
Gdansk, Polen
Nützliche Informationen sind über öffentliche Quellen wie Statistik Polen (GUS), Branchenverbände und EU-Marktdaten verfügbar. Für gezielte Informationen bieten der Swiss Business Hub Central Europe und Switzerland Global Enterprise massgeschneiderte Marktinformationen. Sie unterstützen Exporteure zudem bei der Einschätzung der Nachfrage, des Wettbewerbs und der Kundenbedürfnisse in Polen.
Das EU-Mitglied Polen wendet die standardmässigen EU-Einfuhrbestimmungen an. Schweizer und liechtensteinische Exporteure müssen die Einhaltung der relevanten EU-Standards, darunter Produktsicherheit, Etikettierung und Zertifizierung, sicherstellen. Je nach Sektor können spezifische Anforderungen wie CE-Kennzeichnung, REACH oder Hygienebescheinigungen gelten. Zu den Standarddokumenten zählen handelsübliche Rechnung, Lieferschein und eventuell auch eine Ursprungsbescheinigung. Das Freihandelsabkommen zwischen EFTA und EU erleichtert den Marktzugang. Es ist wichtig, branchenspezifische Vorschriften vorab zu klären und die polnischsprachigen Etikettierungs- bzw. Dokumentationsanforderungen in Erfahrung zu bringen.
Einen zuverlässigen Vertriebspartner in Polen finden Sie beispielsweise über Branchenverzeichnisse, durch den Besuch von Messen oder über lokale Unternehmensnetzwerke. Branchenerfahrung, regionale Abdeckung und kulturelle Kompatibilität sind wichtige Erfolgsfaktoren. Der Swiss Business Hub Central Europe unterstützt Schweizer und liechtensteinische Exporteure mit massgeschneiderten Partnersuchen, der Qualifizierung von Kontakten und der Vermittlung von vertrauenswürdigen lokalen Vertriebspartnern, um Zeit und Risiken beim Markteintritt zu reduzieren.
Polen bietet zwar eine starke Infrastruktur und einen stabilen Zugang zum EU-Markt, aber Exporteure können mit Herausforderungen wie administrativer Komplexität, preissensiblen Kundensegmenten und starker lokaler Konkurrenz konfrontiert sein. Der Erfolg im Umgang mit regionalen Marktcharakteristika hängt oft von einem klaren Wertversprechen, wettbewerbsfähiger Preisgestaltung und geeigneten Partnerschaften vor Ort ab.
Nachhaltigkeit gewinnt an Bedeutung in Polen, insbesondere in Bereichen wie der industriellen Dekarbonisierung, der Energieeffizienz und der Kreislaufwirtschaft. Exporteure können lokale Erwartungen erfüllen, indem sie die Logistik optimieren, Verpackungsabfälle reduzieren und die EU-Umweltstandards einhalten.