
Die Wirtschaft Sambias befindet sich in einer Erholungsphase, mit einem prognostizierten jährlichen Wachstum von etwa 5,8 %, gestützt durch eine erstarkende landwirtschaftliche Produktion und neue Investitionen in den Kupfer- und Kobaltabbau.
Diese Sektoren bilden nach wie vor das Rückgrat der Wirtschaft und liefern den Grossteil der Export- und Deviseneinnahmen. Gleichzeitig treibt Sambia seine digitale Transformation voran: Aufstrebende Technologiezentren in Lusaka, der Ausbau von E-Government-Diensten und die steigende Nachfrage nach digitalen Finanz- und Gesundheitslösungen schaffen neue Möglichkeiten für Innovation.
Für Schweizer Exporteure bestehen grosse Potenziale in den Bereichen Bergbautechnologie, mechanische und elektrische Maschinen, digitale Dienstleistungen, Cybersicherheit, E-Government-Lösungen und E-Health-Tools. Jedoch erfordern die anhaltend hohe Inflation – Mitte 2025 immer noch bei etwa 16 % –, der Druck auf die Devisenmärkte und die hohe Staatsverschuldung sorgfältige Planung, eine flexible Preisgestaltung und zuverlässige lokale Partnerschaften. Unternehmen, die sich an die lokalen Gegebenheiten anpassen und wertschöpfende, technologisch fortschrittliche Lösungen anbieten, können sich in diesem Entwicklungsmarkt eine stabile Position aufbauen.
Freihandelsabkommen
Es gibt ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und diesem Land. Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO).
Total Handelsströme
Gesamtvolumen der mit der Schweiz gehandelten Waren (Importe + Exporte). Quelle: UN Comtrade. Daten per 2023.
BIP-Wachstum über 3 Jahre
Gesamtwachstum des realen BIP in den letzten drei Jahren. Quelle: Weltbank. Daten per 2023.
Stéphanie Labité
Head of Swiss Business Hub Southern Africa
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Die Wirtschaft Sambias bewegt sich in Richtung Erholung, mit einem prognostizierten BIP von etwa 5,8 % im Jahr 2025. Gestützt wird diese Prognose durch verbesserte Bedingungen für die Landwirtschaft und die wiederauflebende Kupfer- und Kobaltproduktion. Die Inflation bleibt mit etwa 16 % hoch, was sich auf die Kaufkraft und die Kostenstrukturen auswirkt. Exporteure sollten dies bei ihrer Preisgestaltung und Finanzplanung berücksichtigen.
Das Exportprofil von Sambia wird weiterhin von Bergbauprodukten, insbesondere Kupfer, dominiert. Die Schweizer Exporte nach Sambia werden von Maschinen und mechanischen Geräten angeführt, die den grössten Teil des Schweizer Exportwertes ausmachen. Die Importe aus Sambia in die Schweiz bestehen hauptsächlich aus Edelmetallen. Die Nachfrage nach hochwertigen Maschinen und Industrieanlagen wächst weiterhin parallel zu den Aktivitäten im Bergbau und im Infrastrukturbereich.
Für Schweizer Unternehmen bestehen Chancen in den Bereichen E-Government-Lösungen, Cybersicherheit, digitale Finanzdienstleistungen, E-Health-Technologien und Bergbaumaschinen. Sambias wachsendes Technologieökosystem und seine Bemühungen, die öffentlichen Dienstleistungen zu modernisieren, schaffen ein günstiges Umfeld für Schweizer Innovationen und Know-how.
Technologieorientierte Dienstleistungen wie E-Government, Cybersicherheit und digitale Finanzdienstleistungen bieten ein grosses Potenzial. Der Bergbau bleibt ein zentraler Pfeiler der Wirtschaft Sambias, und neue Investitionen in den Kupfer- und Kobaltabbau kurbeln die Nachfrage nach Ingenieurdienstleistungen, Maschinen und Prozessoptimierungstechnologien an. Gesundheitstechnologie und die Modernisierung der Infrastruktur bieten zusätzliche Chancen.
Schweizer Exporteure müssen sich mit hoher Inflation, Wechselkursschwankungen und sich ändernden Vorschriften auseinandersetzen. Auch Umweltbelastungen, darunter Dürren, die sich auf Landwirtschaft und Energieversorgung auswirken, können den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen. Der Aufbau starker lokaler Partnerschaften, flexible Verträge und eine genaue Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung sind unerlässlich, um Risiken zu mindern.