Korea Export

Südkorea

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Südkorea ist ein dynamischer und technologisch fortgeschrittener Markt, der Schweizer und Liechtensteiner Exporteurinnen und Exporteuren bedeutende Chancen in den High-Tech- und Konsumgütersektoren bietet. Seine starke industrielle Basis und Führungsrolle in der Innovation machen es zu einem strategischen Partner für die Geschäftserweiterung in Asien.

Südkorea zählt zu den fortschrittlichsten und exportorientiertesten Volkswirtschaften der Welt, wobei der Export von Waren und Dienstleistungen mehr als 40% des BIP ausmacht. Das Land bleibt ein globaler Vorreiter in Hightech-Industrien, insbesondere in der Halbleiterproduktion - der grössten Exportkategorie -, sowie in der Biopharmazeutik, Batteriefertigung und Advanced Manufacturing. Unterstützt von einer der weltweit höchsten F&E-Intensitäten von über 4,5% des BIP, treibt Südkorea weiterhin Innovationen und die digitale Transformation in verschiedenen Branchen voran. Für Schweizer Unternehmen entstehen dadurch gute Möglichkeiten in der Präzisionsmaschinerie, Medtech, Automation, Cleantech und bei hochwertigen Konsumgütern. Allerdings betonen strukturelle Herausforderungen wie hohe Verschuldung der Haushalte und unausgeglichene Immobilienmärkte die Notwendigkeit einer sorgfältigen Marktbewertung und strategischen Positionierung.

Ja

Freihandelsabkommen

Es gibt ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und diesem Land. Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO).

S-GE-Marktperspektive

Benno Keller, Director Corporate Development + Strategy

Aktualisiert am 1. Dez. 2025, prognose für Q1 2026 - Q2 2026

Marktbedingungen

Das Wachstum beschleunigt sich leicht, angetrieben durch steigende Verbraucherausgaben, Halbleiterexporte und staatliche Anreize. Es wird erwartet, dass das Wachstum moderat bleibt, unterstützt durch Konsumausgaben und starke Technologieexporte. Chancen bestehen in der digitalen Transformation, der Advanced Manufacturing, der grünen und Wasserstoffwirtschaft, der Medtech und der Präzisionsmaschinen.

Marktzugang

Im Juli haben Südkorea und die USA ein Handelsabkommen erreicht, das Verpflichtungen der Regierung beinhaltet, bis zu 350 Milliarden USD an Investitionen für südkoreanische Unternehmen bereitzustellen, die in die USA investieren.

Lieferkette

Keine grösseren Unterbrechungen. Südkorea ist stark abhängig von importierten kritischen Rohstoffen, insbesondere aus China.

Verbesserung
Keine Verbesserung
Verschlechterung

Disclaimer: Der Inhalt dient ausschliesslich allgemeinen Informationszwecken und stellt weder eine Beratung noch eine Empfehlung dar. Eine Haftung für die Aktualität und Richtigkeit der Inhalte wird ausgeschlossen. Detaillierte Informationen finden Sie hier.

In Südkorea hängt der Erfolg davon ab, die richtige Nische zu identifizieren, sei es in der Medtech-Industrie, in der Präzisionsmaschinerie oder im Bereich der digitalen Gesundheitsversorgung, und Schweizer Unternehmen zu helfen, diese spezifischen Chancen zu nutzen.

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FAQ

Die Wirtschaftssituation Südkoreas im Jahr 2025 zeigt Anzeichen von Mäßigung und Anpassung. Die Inflation bleibt relativ moderat, mit einem Verbraucherpreisindex von etwa 2–2,4 %, während die Haushaltsverschuldung - bei etwa 89,5 % des BIP - weiterhin ein strukturelles Risiko darstellt. Die Wirtschaft steht vor einer Abschwächung des Wachstums: Offizielle Prognosen der Bank of Korea wurden auf etwa 0,8 % für 2025 nach unten korrigiert, was schwache Binnennachfrage und globale Handelshemmnisse widerspiegelt. Für Schweizer Exporteure deuten die Bedingungen auf Vorsicht hin: Sektoren mit stabiler Nachfrage - wie Premiumwaren oder Nischentechnologien - könnten besser abschneiden, und Unternehmen sollten die regionalen Marktbedingungen sowie die Verbraucherkreditexposition sorgfältig prüfen, bevor sie eintreten oder expandieren.

Schweizer Exporteure sollten beachten, dass Südkorea einen starken Handelsüberschuss verzeichnet hat, wobei die Gesamtexporte in den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 etwa 275 Milliarden US-Dollar erreichten. Allerdings sind die Exporte nach China erheblich zurückgegangen, insbesondere im Halbleitersektor, was auf US-amerikanische Exportkontrollen zurückzuführen ist. Dies deutet auf Chancen für Schweizer Exporteure in Sektoren hin, die weniger von geopolitischen Spannungen betroffen sind, wie zum Beispiel Luxusgüter, die in Märkten wie Uhren und Schmuck ein Wachstum verzeichnen.

Schweizer Unternehmen haben bedeutende Chancen in Südkorea, insbesondere in Bereichen wie Medtech, Präzisionsmaschinen und digitaler Gesundheitsversorgung, in denen Schweizer Expertise hoch geschätzt wird. Darüber hinaus passt das wachsende Interesse an fortgeschrittenen Technologien wie Life-Sciences und digitaler Innovation gut zu den Schweizer Stärken. Weiterhin bieten Nischenverbrauchermärkte, darunter hochwertige Getränke und Kosmetika, vielversprechende Möglichkeiten für Schweizer Exporteure.

Vielversprechende Sektoren für Schweizer Exporteure umfassen Medtech, MEM, Präzisionsmaschinen, Cleantech, digitale Gesundheit und Biopharmazeutika. Südkoreas starkes Interesse an den fortschrittlichen Technologien der Schweiz, insbesondere in den Lebenswissenschaften und der digitalen Innovation, passt gut zu diesen Sektoren. Darüber hinaus bieten sich Nischenchancen in den Konsumsektoren wie Nahrungsmittel, Kosmetika und hochwertigen Getränken für Schweizer Unternehmen an.

Schweizer Exporteure stehen vor Herausforderungen wie schwankenden Wechselkursen, die die Preiswettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen können, und regulatorischen Änderungen in Schlüsselmärkten, die Handelsbedingungen verändern können. Zudem können geopolitische Spannungen Lieferketten stören, was eine Notfallplanung erfordert. Um diese Risiken zu mindern, sollten Exporteure erwägen, ihre Marktpräsenz zu diversifizieren und sich gegen Währungsrisiken abzusichern.

Unsere Expert/-innen für Südkorea

Michela Giuliato

Consultant Japan + South Korea

Zurich, Schweiz

mgiuliato@s-ge.com

+41 44 365 55 08

Andrea Clementi

Head Swiss Business Hub Korea

Seoul, Korea, Süd (Südkorea)

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