
Die Wirtschaft Simbabwes ist noch immer stark vom Bergbau abhängig – Mineralien und Metalle machen über 60 % der Exporteinnahmen aus, und der Bergbau trägt etwa 12–14 % zum BIP bei.
Ein grosser Teil der Erwerbsbevölkerung ist nach wie vor in der Landwirtschaft tätig, die etwa 13 % des BIP ausmacht – hier bestehen Chancen für Agrartechnologie und -dienstleistungen. Gleichzeitig vollzieht sich im Land ein Wandel im Bereich der digitalen Finanzdienstleistungen, wobei Fintech, mobile Zahlungen und Blockchain-Lösungen an Bedeutung gewinnen; Infrastrukturprojekte in den Bereichen erneuerbare Energien, Strasse und Schiene eröffnen weitere Möglichkeiten für Schweizer Unternehmen.
Relevant für Schweizer Exporteure ist die Nachfrage nach Bergbau- und Verarbeitungsanlagen, Agrartechnologie, digitaler und Finanztechnologie, Cybersicherheit und Infrastruktur-Engineering-Dienstleistungen. Der gute Ruf der Schweiz in puncto Qualität, Präzision und nachhaltiges Wirtschaften macht sie zum idealen Partner, um den Bedarf an Zuverlässigkeit und moderner Technologie in Simbabwe zu decken. Es bleiben jedoch Herausforderungen: Die Inflation ist hoch und volatil (obwohl die aktuellen Schätzungen erheblich voneinander abweichen), der Bankensektor bleibt anfällig und Währungsengpässe sowie Devisenbeschränkungen können den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen. Fundierte Marktkenntnisse, starke lokale Partnerschaften und eine flexible Planung sind entscheidend für den Erfolg.
Freihandelsabkommen
Es gibt ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und diesem Land. Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO).
Total Handelsströme
Gesamtvolumen der mit der Schweiz gehandelten Waren (Importe + Exporte). Quelle: UN Comtrade. Daten per 2023.
BIP-Wachstum über 3 Jahre
Gesamtwachstum des realen BIP in den letzten drei Jahren. Quelle: Weltbank. Daten per 2023.
Stéphanie Labité
Head of Swiss Business Hub Southern Africa
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Die Wirtschaft Simbabwes ist durch erhebliche Schwankungen gekennzeichnet, bietet jedoch auch Bereiche mit dauerhafter Nachfrage. Der Bergbau ist weiterhin der Motor der Exporte, die Landwirtschaft bleibt ein wichtiger Arbeitgeber. Zwar bleibt die Inflation weiter hoch und die Währungsstabilität gering, doch zeigen Sektoren, die mit Infrastruktur und Digitalisierung in Verbindung stehen, eine vielversprechende Dynamik. Schweizer Exporteure sollten Währungs- und Inflationsrisiken in ihren Strategien berücksichtigen und sich auf qualitativ hochwertige, differenzierte Angebote konzentrieren.
Die Exportbasis Simbabwes ist konzentriert: Über 60 % der Exporterlöse stammen aus Bergbauprodukten (hauptsächlich Mineralien und Metalle). Der Export landwirtschaftlicher Erzeugnisse ist zwar geringer, nimmt aber zu. Importiert werden hauptsächlich Maschinen, industrielle Rohstoffe, Konsumgüter und Technologieprodukte. Für Schweizer Unternehmen bestehen Chancen in der Lieferung von hochpräzisen Geräten, Agrartechnologie und Industrie- und Digitallösungen.
Schweizer Unternehmen haben gute Chancen in der Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitungstechnologie, im Bergbau und bei Mineralverarbeitungsanlagen, bei digitalen Finanzdienstleistungen und Fintech, in der Cybersicherheit sowie bei Infrastrukturlösungen, darunter erneuerbare Energien, Transport und Modernisierung des Schienenverkehrs. Der gute Ruf der Schweiz im Bereich der Ingenieurdienstleistungen und Nachhaltigkeit bietet einen Wettbewerbsvorteil.
Zu den wichtigsten Sektoren für Schweizer Exporteure zählen Bergbau und Mineralien, Agrartechnologie und Lebensmittelverarbeitung, digitale Finanzdienstleistungen & Fintech, Infrastrukturtechnik (Strom, erneuerbare Energien, Schienenverkehr) und Cybersicherheit. Diese entsprechen der Zusammensetzung der Exporte Simbabwes, dem Bedarf an technologischer Modernisierung und dem wachsenden digitalen Ökosystem.
Schweizer Exporteure stehen vor mehreren Herausforderungen, darunter Devisentransferbeschränkungen, langsame Steuergutschriften und administrative Hürden, die den Geschäftsbetrieb erschweren können. Zusätzlich können die unvollständige regionale Integration und nichttarifäre Handelshemmnisse wie strenge Zollkontrollen und die uneinheitliche Anwendung von Handelsregeln zu höheren Kosten und Verzögerungen führen, was die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt. Exporteure sollten sich darauf konzentrieren, die Logistik zu optimieren und sich für eine bessere regionale Handelsharmonisierung einzusetzen, um diese Risiken zu mindern.