Switzerland Global Entreprise
15. Juli 2026

Brüssel - Die Schweiz führt Europas Innovationsranking gemäss dem Innovationsanzeiger 2026 der Europäischen Kommission zum neunten Mal in Folge an. Besonders zugelegt hat sie bei den digitalen Kompetenzen der Bevölkerung. Einbussen gibt es etwa bei Technologieexporten und Markenanmeldungen.
(CONNECT) Die Schweiz bleibt das innovativste Land Europas. Im European Innovation Scoreboard (EIS) 2026 der Europäischen Kommission belegt sie mit 141,3 Prozent des EU-Durchschnitts (+0,5 Punkte) erneut den ersten Platz unter den europäischen Vergleichsländern.
Damit führt die Schweiz das Ranking bereits das neunte Jahr in Folge an. Hinter ihr folgen Grossbritannien, Norwegen und Island. Innerhalb der Europäischen Union führen Schweden, Dänemark und die Niederlande die Rangliste an.
Besonders stark schneidet die Schweiz wiederum bei internationalen wissenschaftlichen Co-Publikationen, öffentlich-privaten Co-Publikationen und dem Anteil ausländischer Doktorierender ab. Den stärksten Fortschritt erzielte die Schweiz zuletzt bei der Digitalisierung (+11,4 Prozentpunkte). Besonders deutlich verbesserten sich die digitalen Kompetenzen der Bevölkerung (+12,4) und der Zugang zu Hochgeschwindigkeitsinternet (+9,9).
Demgegenüber gingen die Exporte mittel- und hochtechnologischer Güter (-12,5), die Risikokapitalinvestitionen (-7,7) und die Zahl der Markenanmeldungen (-5,2) zurück. Als vergleichsweise schwach bewertet die Europäische Kommission auch die direkte und indirekte staatliche Unterstützung von Forschung und Entwicklung in Unternehmen. Hier rangiert die Schweiz auf Rang 26 von 40 untersuchten Ländern.
Der EIS vergleicht die Innovationsleistung von EU-Mitgliedstaaten, weiteren europäischen Ländern und ausgewählten internationalen Wettbewerbern anhand von 32 Indikatoren aus verschiedenen Bereichen. Im Vergleich mit den berücksichtigten aussereuropäischen Wettbewerbern liegt Südkorea an der Spitze, gefolgt von China, Kanada, Australien und den USA. ce/as