Heike Schrader, Switzerland Global Enterprise
8. Sept. 2026

Bern/Paris - Schweizer Jugendliche weisen im internationalen Vergleich hohe bis sehr hohe Kenntnisse in Naturwissenschaften und Mathematik auf. Dies zeigt die aktuelle PISA-Studie der OECD. Auch bei Lesen und modellbasiertem Problemlösen liegt die Schweiz über dem Durchschnitt.
(CONNECT) Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die Ergebnisse der PISA-Erhebung 2025 publiziert. Unter den untersuchten 91 Ländern schneidet die Schweiz gut bis sehr gut ab, schreibt das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung in einer Mitteilung zur Veröffentlichung der Studie. Konkret erreichen die 15-jährigen Jugendlichen in der Schweiz in den Kompetenzbereichen Naturwissenschaften, Mathematik, Lesen und modellbasiertes Problemlösen durchweg Werte oberhalb des Durchschnitts.
In der Hauptdomäne Naturwissenschaften fällt das Leistungsniveau in der Schweiz mit 501 Punkten um 19 Punkte höher als der Durchschnitt aus. In Mathematik erzielten die Schweizer Jugendlichen 499 Punkte bei einem OECD-Durchschnitt von 463 Punkten. Beim modellbasierten Problemlösen wurde der OECD-Durchschnitt von 500 um 20 Punkte übertroffen. Beim Lesen schnitten Schweizer Jugendliche mit 470 Punkten um 9 Punkte besser als der Durchschnitt ab.
Langfristig fallen die Entwicklungen je nach Kompetenzbereich unterschiedlich aus. Bei den Naturwissenschaften kann die Schweiz mit einem stabilen Leistungsniveau über die vergangenen zehn Jahre hinweg punkten. Bei Lesen und Mathematik gehen die Leistungen sowohl in der Schweiz als auch im OECD-Durchschnitt zurück. Der Kompetenzbereich modellbasiertes Problemlösen wurde in der aktuellen Studie erstmals evaluiert.
Ebenfalls konform mit dem OECD-Durchschnitt sind die Befunde in der Schweiz hinsichtlich der Bedeutung von sozialen und sprachlichen Voraussetzungen für die schulischen Leistungen. Hier schneiden Jugendliche aus dem untersten Viertel der sozialen Herkunft signifikant schlechter als jene aus den übrigen drei Vierteln ab. Geschlechterunterschiede im Leistungsniveau wurden in der Schweiz hingegen nicht festgestellt. ce/hs