Why Switzerland

Betriebskosten

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Bei der Geschäftstätigkeit in der Schweiz halten sich höhere Lohn- und Immobilienkosten die Waage mit Vorteilen wie finanzieller und politischer Stabilität, geringen Finanzierungskosten, effizienten Lieferketten, konkurrenzfähigen Lohnnebenkosten und zuverlässiger Energieversorgung. Erfahren Sie mehr zu den wichtigsten Geschäftsausgaben in der Schweiz und lernen Sie, wie das günstige Umfeld für eine hohe Investitionsrentabilität sorgt.

Nebenkosten und Zuverlässigkeit in der Schweiz im Vergleich zu Europa 
 

Die Schweizer Infrastruktur gehört zu den zuverlässigsten der Welt. Die durchschnittliche Dauer der Stromversorgungsunterbrüche in Schweizer Haushalten und Unternehmen betrug im Jahr 2024 nur 21 Minuten, was weit unter dem europäischen Benchmark liegt. 
 

  • Stromversorgung: Für gewerbliche Kunden liegen die Preise je nach Verbrauch und Region in der Regel zwischen EUR 0,15 und 0,25 pro kWh. Sie sind damit zwar höher als in Osteuropa, doch bleibt die Schweiz im Vergleich mit westlichen Volkswirtschaften wie Deutschland oder Dänemark, die aufgrund von Energieimporten mit höherer Preisvolatilität zu rechnen haben, konkurrenzfähig. Rund 60 % des Schweizer Stroms stammen aus heimischer Wasserkraft, was die Versorgung im Allgemeinen zuverlässiger und weniger anfällig gegenüber externen Einflüssen macht. 
  • Wasser: Die Kosten für Brauchwasser liegen im europäischen Mittelfeld, aber die Schweiz ist für ihre hervorragende Wasserqualität bekannt, und diese ist z. B. für die Lebensmittelverarbeitung und die Pharmaindustrie von entscheidender Bedeutung. 
  • Gas: Die Preise sind wettbewerbsfähig in Westeuropa, aber höher als in Osteuropa. Andererseits bietet die Schweiz eine weitaus grössere Stabilität. 
  • Diese Kombination aus stabilen Preisen, kohlenstoffarmer Energie und hochwertigen Ressourcen macht die Schweiz besonders attraktiv für Unternehmen, die auf eine zuverlässige Energie- oder Wasserversorgung angewiesen sind. 

 

Quellen und weitere Informationen 

 

Kosten der ESG-Compliance in der Schweiz gegenüber Europa 
 

Seit 2022 müssen bestimmte Unternehmen mit Sitz, Hauptverwaltung oder Hauptniederlassung in der Schweiz die Auflagen für Sorgfaltspflicht und nichtfinanzielle Berichterstattung gemäss Art. 964a bis 964c und 964j bis 964l des schweizerischen Obligationenrechts (OR) erfüllen. 

Zu den wichtigsten Pflichten gehören: 
 

  • Richtlinien für Lieferketten und Risikobeurteilung 
  • Systematische Nachverfolgung und Beschwerdeverfahren 
  • Jährliche Nachhaltigkeitsberichte 
     

In schweren Fällen kann die Nichteinhaltung Geldstrafen von bis zu CHF 100’000 nach sich ziehen. Darüber hinaus erhebt die Schweiz eine CO₂-Abgabe in Höhe von CHF 120 pro Tonne auf fossile Brennstoffe für Heizung und industrielle Nutzung, wobei mehr als die Hälfte der Einnahmen auf Unternehmen und Haushalte umverteilt wird. 

Im Vergleich zur Nachhaltigkeitsrichtlinie (CSRD) und Lieferkettenrichtlinie (CS3D) der EU sind die ESG-Auflagen der Schweiz häufig geringer und weniger ressourcenintensiv, was den Verwaltungsaufwand reduziert und gleichzeitig hohe Standards aufrechterhält. 

 

Umwelt- und Energienormen 
 

Die Schweiz hat mit die strengsten Umweltschutzvorschriften in Europa; diese beruhen auf dem Vorsorgeprinzip und dem Verursachermodell. Unternehmen müssen folgende Standards erfüllen: 
 

  • Luft- und Bodenschutz (Emissions- und Kontaminationskontrollen) 
  • Lärmschutz (geregelte Grenzwerte in Wohn- und Mischgebieten) 
  • Abfallwirtschaft und Recycling (Pflicht zur Trennung und genehmigten Entsorgung) 
  • Umgang mit gefährlichen Stoffen (strenge Lagerungs- und Sicherheitsvorschriften) 

    Die Energieversorgung der Schweiz ist sauber, stabil und berechenbar, beruhend auf: 
     
  • Wasserkraft (ca. 60 %) – erneuerbare, zuverlässige Grundversorgung 
  • Kernenergie (ca. 30%) – gewährleistet konstante Grundlastkapazität 
  • minimaler Nutzung fossiler Brennstoffe – reduziert die Abhängigkeit von volatilen globalen Preisen 

    Kantone wie Appenzell Innerrhoden (CHF 0,185/kWh), Uri (CHF 0,192/kWh), Glarus (CHF 0,198/kWh), Obwalden (CHF 0,201/kWh) und Nidwalden (CHF 0,205/kWh) haben die günstigsten Energiepreise. 

 

Quellen und weitere Informationen 

 

Schweizerisch effiziente Compliancekosten 
 

Die Schweiz zeichnet sich aus durch reibungslose behördliche Abwicklung, klare rechtliche Rahmenbedingungen und eine stabile Verwaltung. Dank dieser Verlässlichkeit können Unternehmen langfristige Investitionen sicher planen und damit administrative Unsicherheiten und operative Risiken verringern. Für CFOs bedeutet dies glattere globale Abläufe, weniger Überraschungen bei der Einhaltung von Vorschriften und eine solidere Grundlage für nachhaltiges Wachstum. 
Unternehmen wenden nur 63 Stunden pro Jahr für die Vorbereitung und Einreichung von Steuererklärungen auf, was weit unter dem europäischen Durchschnitt von 140 Stunden sowie dem Durchschnitt von Deutschland (218 Stunden) oder Frankreich (139 Stunden) liegt. 

Zusätzliche Vorteile sind: 
 

  • Abschaffung der Industriezölle im Jahr 2024 mit Senkung der Handelskosten 
  • vereinfachte Zollverfahren für den internationalen Handel 
  • solide Regierung und Transparenz (weltweit auf Platz 6 des Corruption Perception Index), Minimierung von Compliancerisiken 

    Diese Kombination aus Berechenbarkeit, Effizienz und ethischen Standards stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Investitionsstandorts Schweiz. 

 

Quellen und weitere Informationen 

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