
Entdecken Sie die wichtigsten Möglichkeiten für Risikokapital sowie Finanzquellen für Forschung in der Schweiz. Von privaten Investitionen über staatlich geförderte Innovationszuschüsse bis hin zu Bankfinanzierungen und Börsenkotierungen – verschaffen Sie sich Zugang zu einem stabilen und wettbewerbsfähigen Finanzierungskreislauf.
Der Markt für Risikokapital in der Schweiz wächst stetig, wobei Investorinnen und Investoren bis 2024 USD 2,64 Mrd. (ca. CHF 2,4 Mrd.) bereitstellen werden (Swiss Venture Capital Report 2025). Attraktive Sektoren für Finanzierungen sind unter anderem Biotech, Medtech, Cleantech, SaaS und Deep-Tech-Spin-offs der ETH Zürich und der EPFL.
Risikokapitalsparten von Unternehmen wie Novartis, Swisscom, ABB, Nestlé und Bühler steuern sektorspezifisches Know-how und Pilotmöglichkeiten bei. Der Umfang der Series-A-Tickets ist vergleichbar mit jenem von Tickets in London oder Berlin. Gleichzeitig bleiben die Bewertungen realistisch, sodass Gründerinnen und Gründer über stärkere Eigenkapitalpositionen verfügen.
Das Bundesgesetz über die Risikokapitalgesellschaften (RKG) unterstützt das Ökosystem, indem es die Emissionssteuern für Risikokapitalvehikel abschafft und Steuerabzüge für nachrangige Darlehen ermöglicht. Die Kantone stärken das Umfeld mit Patentboxen, FuE-Abzügen und beschleunigten Arbeitsbewilligungen.
Das starke Start-up-Ökosystem der Schweiz bietet eine breite Palette von Kapitalbeschaffungsoptionen. Die folgenden Tipps helfen Gründerinnen und Gründern bei der Auffindung und Sicherung der besten Möglichkeiten:
Die Forschungsförderung in der Schweiz untersteht Innosuisse, der Schweizerischen Agentur für Innovation. Im Jahr 2024 stellte sie CHF 341 Mio. zur Unterstützung von FuE-Projekten, Proof-of-Concept-Entwicklungen und Markteinführungen bereit.
Schweizer Unternehmen haben auch Zugang zu internationalen Innovationsprogrammen wie Eurostars und Eureka, die grenzübergreifende Partnerschaften fördern.
Schweizer Banken bieten eine breite Palette von Finanzierungslösungen, von Betriebskrediten über Investitionsfinanzierungen bis hin zu Handelsfinanzierungen und Leasingvereinbarungen. Die Zinssätze für Geschäftskredite liegen in der Regel 1,5 bis 2 % unter dem Durchschnitt der Eurozone, sodass Bankfinanzierungen eine kosteneffiziente Wahl sind.
Die Optionen umfassen besicherte oder unbesicherte Kredite, Wandelanleihen und strukturiertes Leasing. Der Schweizer Bankensektor vereint Stabilität, Flexibilität und wettbewerbsfähige Kosten.
Die SIX Swiss Exchange ist einer der führenden Finanzmärkte Europas mit einer Kapitalisierung von CHF 2,04 Bio. (per November 2024). Sie ist auf Life-Sciences, Technologie sowie Finanzdienstleistungen spezialisiert und bietet Liquidität und Transparenz für skalierende Unternehmen.
Die SIX Digital Exchange (SDX) – die erste vollständig regulierte blockchainbasierte Börse der Welt – bietet zusätzliche Möglichkeiten für den Handel mit digitalen Wertpapieren und Vermögenswerten.
Um ein Firmenkonto zu eröffnen, muss man als juristische Person in der Schweiz eingetragen sein. Zu den erforderlichen Dokumenten gehören:
Identitätsnachweise für wirtschaftlich Begünstigte und Zeichnungsberechtigte
Banken müssen die AML- und KYC-Vorschriften einhalten, was häufig ein kurzes persönliches oder virtuelles Treffen erfordert. Die Kontoeröffnung dauert in der Regel zwei bis vier Wochen.
Zur Auswahl stehen grosse Institute wie UBS und PostFinance, regionale Akteure wie die Zürcher Kantonalbank und die Banque Cantonale Vaudoise oder digitale Banken wie Swissquote, Neon und Yapeal (eher für einfachere Strukturen geeignet).
Risikokapital und Privatinvestitionen
Staatliche Unterstützung, Innovations- und Industrieverbandsbeiträge
Bankfinanzierungen und Kredite