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Bosch vertraut auf IoT-Ökosystem in der Greater Zurich Area

Bosch setzt auf die Kompetenzen des Wirtschaftsraums Zürich. Am Bosch IoT Lab arbeiten Diplomierende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und der Universität St.Gallen an Lösungen für das Internet der Dinge. Der deutsche Automobilzulieferer hat das Kooperationsprojekt im Zuge einer Neuausrichtung in die Digitalisierung ins Leben gerufen.

Symbolbild.
Bild: Bosch

Felix Wortmann sieht vielversprechende Anwendungen im Internet of Things (IoT): „Das Internet der Dinge schafft durch die Vernetzung von zunehmend intelligenten Produkten völlig neue Geschäftspotenziale. Ganze Branchen wie Mobilität, Gesundheit und Industrie verändern sich fundamental“, sagt der Wissenschaftliche Leiter des Bosch IoT Labs. Um diese Möglichkeiten zu erforschen und auszuschöpfen, hat das Unternehmen Bosch dieses 2012 ins Leben gerufen. Ziel des Bosch IoT Labs ist es, neu entstehende Geschäftsmodelle zu erforschen und disruptive IoT-Lösungen zu entwickeln. Mit der Universität St.Gallen (HSG) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat Bosch zwei starke Partner zur Zusammenarbeit im Lab gefunden. „Ziel war es, in enger Zusammenarbeit zwischen Praxis und Forschung einen wirklichen Mehrwert zu generieren“, so Wortmann, „für Bosch, aber auch für die Wissenschaft.“

Lab fördert anwendungsorientierte Projekte

Auch Wolfgang Bronner versteht die Ansiedlung im Wirtschaftsraum Zürich als sinnvoll: „Es liegt im Interesse von Bosch, neue Innovationen international anzugehen.“ Für ein solch grosses Unternehmen sei es besonders wichtig, bedeutende Fortschritte in Technik und Betriebswirtschaft zu identifizieren und dann relevante Themen innerhalb Bosch erfolgreich umzusetzen“, sagt Bronner. Dies meistert die Firma auch durch die Ansiedlung des Labs in das IoT-Ökosystem im Wirtschaftsraum Zürich. Hier forscht das Lab an der Schnittstelle zwischen Betriebswirtschaft und Technologie – die jeweiligen Stärken der beiden Kooperationspartner. Um die Lücke zwischen Forschung und Anwendung zu schliessen, setzt das Lab auf anwendungsorientierte Projekte. So werden die Nützlichkeit und Anwendbarkeit der entwickelten Ansätze schnell getestet. Denn, wie die Lab-Leiter Wortmann und Bronner feststellen mussten, scheitern weiterhin viele IoT-Lösungen an der Rentabilität. „Für uns ist die wichtigste Frage, wo wir IoT disruptiv einsetzen können, um echten Nutzen zu generieren, der dann auch betriebswirtschaftlich zum Erfolg führt“, sagt Wortmann.

Innovative Lösungen für eine sichere und nachhaltige Mobilität

Eines der jüngeren Projekte im Lab dient zur Früherkennung von Unterzuckerung bei Autofahrerinnen und -fahrern mit Diabetes. Eingebaute Sensoren registrieren Frühanzeichen einer Unterzuckerung und schalten Warnsysteme ein, welche den Kontrollverlust des Autos und darauffolgende Unfälle verhindern können. Auch in anderen Bereichen der Verkehrssicherheit tüftelten die Forscherinnen und Forscher an innovativen Lösungen: Im Feldtest analysierten die Beteiligten Unfallschwerpunkte auf der Strasse und entwickelten dafür ein Frühwarnsystem. Die Zonen wurden mit Daten von über 266'000 Unfällen ermittelt und entsprechend in das Warnsystem aufgenommen. Die Testfahrerinnen und -fahrer wiesen über wenige Wochen eine signifikante Verbesserung der eigenen Fahrsicherheit auf, so das Ergebnis. „Um solche Projekte erfolgreich in die Praxis zu bringen, muss man über Feldtests mit Prototypen schnell lernen und auch ein frühes Scheitern akzeptieren“, so Bronner. Dadurch liessen sich Probleme, die sonst in einem späteren Prozessschritt auftauchen würden, früh und sauber herausarbeiten.

Wirtschaftsraum Zürich zieht innovationsfreudige Talente an

„Die grosse Stärke des IoT Labs sind die extrem engagierten Doktorierenden“, fügt Bronner an. Sie sind dafür verantwortlich, dass Projekte schnell implementiert und an realen Szenarien getestet werden. Initiativen wie das IoT Lab bieten ein Netzwerk für Impulse und Querverbindungen, welches wiederum innovationsfreudige Talente anzieht. „Zürich ist ein Hotspot für IoT in Europa geworden“, so Bronner. Innovative Spitzen-Universitäten, ein generell innovationsfreundliches Umfeld sowie zugängliche finanzielle Mittel sind entscheidende Faktoren für die Zusammenarbeit zwischen Bosch, der ETH und der HSG. „Die Schweiz zeichnet sich hier durch einen gesunden Pragmatismus aus“, fügt Wortmann hinzu. Das macht die Region mittlerweile auch attraktiv für Talente aus dem süddeutschen Raum, wie Bronner feststellt: „Auch aus meinem Umfeld sind Top-Experten nach Zürich gezogen, um bei grossen, hier ansässigen Unternehmen zu arbeiten.“

Autorin: Smilla Diener

Diese Erfolgsgeschichte wurde erstmals von der Greater Zurich Area AG (GZA) veröffentlicht. 

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