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Roche erhält drei wichtige Zulassungen

Die Europäische Kommission hat drei Mitteln von Roche die Zulassung erteilt. Dabei handelt es sich um Medikamente zur Behandlung von Riesenzellarteriitis, fortgeschrittenem Follikulärem Lymphom und metastasierendem Lungen- beziehungsweise Blasenkrebs.

Produktion bei Roche
Die Europäische Kommission hat drei Mitteln von Roche die Zulassung erteilt. (Bild: Roche)

Die erste Zulassung betrifft Actemra /RoActemra, welches zur Behandlung der lebensbedrohlichen Autoimmunerkrankung Riesenzellarteriitis (GCA) entwickelt wurde. Es handelt sich um das erste in Europa zugelassene Medikament zur Behandlung dieser Krankheit, wie Roche in einer Medienmitteilung erklärt. Bei der Erkrankung entzünden sich bestimmte Blutgefässe, unter anderem im Kopfbereich. Dadurch wird die Blutzufuhr reduziert, was zu Erblindung führen kann. «Wir freuen uns, dass Actemra /RoActemra zur Behandlung von GCA in Europa zugelassen wurde», wird die medizinische Leiterin von Roche, Sandra Horning, in der Mitteilung zitiert. «Als erste wirksame und nicht auf Steroiden basierenden Behandlungsmethode hat Actemra /RoActemra das Potenzial, die Behandlung für diese Erkrankung grundlegend zu verändern.»

Zudem hat die Europäische Kommission Gazyvaro zugelassen, welches in Kombination mit einer Chemotherapie ein fortgeschrittenes Follikuläres Lymphom bekämpfen soll. Die Zulassung bezieht sich auf bislang nicht behandelte fortgeschrittene Follikuläre Lymphome. Die Krebserkrankung gilt bislang als unheilbar, wie es von Horning in einer Mitteilung heisst. Jährlich würden in Europa 19.000 Menschen mit dem Follikulären Lymphom diagnostiziert. Ihnen könne nun eine neue Option für die Erstbehandlung angeboten werden. Gazyvaro hat zuvor in der EU bereits Zulassungen zur Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie und für Patienten mit Follikulärem Lymphom, die nicht auf vorherige Behandlungen reagiert haben, erhalten.

TECENTRIQ (atezolizumab) wurde für die Behandlung bestimmter Arten von metastasierendem Lungenkrebs und metastasierendem Blasenkrebs als Monotherapie zugelassen. Es handelt sich um die erste Zulassung einer Anti-PD-L1-Krebsimmuntherapie für diese Erkrankungen als Monotherapie innerhalb der EU, wie Horning erklärt. Das Mittel ist in den USA und anderen Ländern bereits für metastasierende nicht-kleinzellige Lungenkarzinome zugelassen worden.

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