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Zürcher Know-how für smarte Städte weltweit

Zürich gilt international als ein Vorbild für Lebensqualität und die Smart-City-Bewegung. Dahinter steckt vor allem auch ein Ökosystem aus cleveren Unternehmen, die gemeinsam mit Energie-, Verkehrsanbietern, Städten und Gemeinden wegweisende Pilotprojekte lancieren.

In Wädenswil am Zürisee wurde ein Smart-City-Konzept umgesetzt. Bild: Wädenswil/Elektron
In Wädenswil am Zürisee wurde ein Smart-City-Konzept umgesetzt. Bild: Wädenswil/Elektron

Im Oktober wurde Zürich im Smart City Index 2019 zur zweitintelligentesten Metropole nach Singapur gekürt. Smart Cities – intelligente Städte –, das bedeutet für Enrico Baumann vor allem mehr Lebensqualität für die Bewohner und schonender Umgang mit Ressourcen. „Und um das zu erreichen, suchen die öffentliche Hand und Unternehmen ganz unterschiedlicher Sektoren immer stärker den Schulterschluss“, sagt Baumann. Er ist Geschäftsführer des Technologieunternehmens Elektron vom Zürisee – und er ist Präsident der Schweizer SmartCity Alliance, unter deren Dach sich rund 25 Unternehmen zusammengetan haben.

Smarter Lichtmast als Startpunkt

Im Wirtschaftsraum Zürich legen Projekte Zeugnis davon ab, was gemeinsam erreicht werden kann und international bald Schule machen könnte. Wädenswil bei Zürich realisiert seit 2017 ein Smart-City-Konzept, das mit einem smarten Lichtmast – einem sogenannten Smart City Tower – begann. Dieser leuchtet nur dann, wenn es nötig ist, liefert Strom für Elektroautos, sammelt Umweltdaten, misst den Verkehrsfluss und ist eine Public-Wifi-Antenne. Er kann auch die Parkplatzbelegung oder den Füllstand der Müllcontainer erfassen.

In Wädenswil arbeitet die Stadt mit der SBB, den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich EKZ sowie Unternehmen wie Elektron zusammen. Neben Elektron sind ebenso der Plattformanbieter Switzercloud aus Regensdorf und die Zürcher Verkehrsplaner Swisstraffic beteiligt. Alle drei Unternehmen präsentierten ihre Lösung im Herbst in Barcelona auf dem Smart City Expo World Congress, der wichtigsten globalen Messe für intelligente Städte.

Top-Infrastruktur für Zukunftsprojekte

Der Lichtmast ist aber nur ein Puzzlestein. Baumann sagt: „Eine intelligente Stadt wirkt auf allen Lebensbereichen – sie erleichtert flexibles Arbeiten, Sharing-Mobilität oder effiziente Verwaltung.“ Der Wirtschaftsraum Zürich steht auch hier Modell: Etwa die Städte Zürich, Winterthur, Schaffhausen und Zug realisieren Smart-City-Strategien, bei der Infrastruktur ist man mit Glasfasernetz für komplexe Angebote vielerorts top-ausgestattet. Anwendungen für das Internet-of-Things (IoT) ermöglichen kommunikationsfähige Strassenleuchten. Ein Spezialist für die dazugehörigen Netzwerke ist zum Beispiel das Zürcher Start-up Loriot, das IoT-Infrastrukturen unter anderem in Ländern wie Tschechien realisiert hat. Wichtiger Treiber für das Ökosystem ist laut Baumann etwa auch die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW, die an vielen Projekten beteiligt ist. Das Smart-City-Ökosystem sammelt so Erfahrungen und trägt funktionierende Lösungen in die Welt.

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