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Medizintechnikunternehmen setzen auf Innovationen

Die Schweizer Medizintechnikindustrie glänzt mit hohem Wachstum und Exporten. Basler Unternehmen wie Roche und Straumann tragen zur Entwicklung der Branche bei. Innovationen stehen dabei im Mittelpunkt.

Medizintechnikunternehmen setzen auf Innovationen

Insgesamt 350 der etwa 1350 Unternehmen der Schweizer Medizintechnikindustrie (SMTI) wurden im Rahmen einer Branchenstudie von Medical Cluster, FASMED und der Helbling Gruppe befragt. In einer Medienmitteilung fasst der Medizintechnikdachverband FASMED die Ergebnisse zusammen. Danach weist die Medizintechnikindustrie seit 2010 ein jährliches Wachstum von rund 6 Prozent auf, deutlich über dem durchschnittlichen Wachstum des gesamten Schweizer Bruttoinlandsprodukts. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Branche einen Umsatz von 14,1 Milliarden Franken. Das entspricht 2,2 Prozent des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP). Daran haben auch Basler Unternehmen einen grossen Anteil. Zu den zehn grössten Schweizer Arbeitgebern im Bereich Medizintechnik zählen Roche Diagnostics mit 2370 Arbeitnehmern in der Schweiz und Straumann mit 763 Mitarbeitenden.

Um die gute Position zu bestätigen, ist für die Medizintechnikunternehmen die Innovation besonders wichtig. Für 79 Prozent der befragten Hersteller ist die Stärkung der Produktinnovation ein Handlungsschwerpunkt, lediglich die Optimierung des Vertriebs erhielt mit 90 Prozent eine noch höhere Zustimmung. Die Schweiz kann dafür ein geeignetes Umfeld bieten. So halten die Befragten lediglich das Umfeld in den USA für innovationsfreundlicher als das der Schweiz. Bei dem Vergleich der Produktionsstandorte folgen Singapur, Irland und Deutschland auf den Plätzen drei bis fünf. Die Schweiz belegt in diesem Vergleich beim Stichpunkt Fachkräfte gar den ersten Platz.

Um auch zukunftsfähig zu bleiben, wollen die befragten Unternehmen die Innovationsfähigkeit erhalten. Unter den Herstellern nennen 83 Prozent dies als wichtigste Herausforderung, unter den Zulieferern sind es 79 Prozent, im Handel und Vertrieb 78 Prozent und bei den Dienstleistern ebenfalls 78 Prozent. Damit ist der Erhalt der Innovationsfähigkeit für drei dieser vier Gruppen die wichtigste Herausforderung, lediglich die Zulieferer halten mit 80 Prozent die Qualitäts- und Dokumentationsanforderungen für noch entscheidender.

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