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Novartis erhält grünes Licht für Gentherapie

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat das Medikament Kymriah des Basler Pharmakonzerns Novartis zugelassen. Es dient zur Behandlung einer speziellen Form von Leukämie und ist die bisher erste Gentherapie, die in den USA zugelassen wird.

Novartis HQ
Bild: Novartis

Kymriah wurde für die Behandlung von B-Zell-akuter lymphatischer Leukämie (ALL) bei Kindern und jungen Erwachsenen bis zum Alter von 25 Jahren zugelassen, wie Novartis in einer Medienmitteilung schreibt. Bei der Therapie werden körpereigene Zellen eines Patienten neu programmiert und anschliessend wieder in das Blut injiziert. Dort binden sie Krebszellen und zerstören sie anschliessend.

Die Zulassung des Medikaments sieht der Pharmakonzern als einen Durchbruch in der Krebstherapie. Laut CEO Joseph Jimenez habe das Unternehmen einmal mehr seine Verpflichtung erfüllt, den Kurs in der Krebsbehandlung neu zu setzen.

Auch die amerikanische Zulassungsbehörde FDA bezeichnet die Zulassung als historisch. «Wir betreten damit Neuland in der medizinischen Innovation, indem die eigenen Zellen des Patienten für den Angriff auf tödlichen Krebs umprogrammiert werden können», wird FDA-Chef Scott Gottlieb in einer Mitteilung der Behörde zitiert.

Nun will Novartis die Therapie so schnell wie möglich für alle betroffenen Patienten mit verschiedenen Krankenversicherungen zugänglich zu machen. Dabei arbeitet das Unternehmen auch mit dem Center for Medicare & Medicaid Services (CMS) zusammen. Patienten, bei denen die Therapie nach einem Monat keine Wirkung zeigt, sollen nicht für die Therapie bezahlen müssen.

Die Zelltherapie von Novartis hatte 2014 den Status Therapiedurchbruch erhalten und wurde im Juli von dem beratenden Ausschuss der FDA für die Zulassung empfohlen. Novartis will nun weitere Zulassungsgesuche für die Therapie in den USA und Europa einreichen– unter anderem für die Behandlung von wachsenden diffusen grosszelligen B-Zell-Lymphomen (DLBCL).

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