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Weltraumflug für Detektor POLAR

Der am PSI im Kanton Aargau entwickelte Detektor POLAR fliegt mit einer chinesischen Weltraummission ins All.

Wojciech Hajdas

Forschende um Wojciech Hajdas am Paul Scherrer Institut PSI in Villigen, Kanton Aargau, haben einen Detektor namens POLAR entwickelt. Das Gerät soll sogenannte Gammablitze aus den Tiefen des Universums aufspüren und untersuchen. Gammablitze sind extrem starke Ausbrüche energiereichen Lichtes, die jedoch bislang weitgehend unverstanden sind.

Unter anderem ist nicht geklärt, was der Ursprung der Gammablitze ist; womöglich werden die starken Lichtblitze bei der Entstehung Schwarzer Löcher ausgesandt. Um Gammablitze besser zu verstehen, wird POLAR eine Eigenschaft ihres Lichtes vermessen.

POLAR wurde gemeinsam mit Forschenden der Universität Genf realisiert und wird im kommenden September mit einer chinesischen Weltraummission ins All fliegen. POLAR kann die Gammablitze nicht einfach von der Erde aus detektieren: Die Luft der Erdatmosphäre verhindert genaue Messungen. Daher suchte Hajdas den Kontakt zu verschiedenen Raumfahrtmissionen. Am aufgeschlossensten für eine Zusammenarbeit zeigte sich das chinesische Institut IHEP-CAS. Nun ist klar: POLAR wird im September 2016 an Bord der Tiangong 2 in den Erdorbit fliegen und auch von dort aus Messdaten sammeln. Derzeit wird POLAR bereits auf die Station Tiangong 2 montiert.

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