Branchenreport

Attraktive Medizintechnik-Märkte: Chile und Argentinien

Chile bietet Schweizer Medtech einen vergleichsweise einfachen Markeinstieg und ein hohes Qualitätsbewusstsein. Argentinien sollten Medtech-Exporteure aufgrund der Freihandelsverhandlugnen der Schweiz mit dem Mercosur-Bund auf dem Radar behalten.

Hochwertige Schweizer Medizintechnik: Chancen in Lateinamerika (Produkt von Bien Air Dental, Biel)
Hochwertige Schweizer Medizintechnik: Chancen in Lateinamerika )Produkt von Bien Air Dental, Biel)

Seit einigen Monaten verhandelt die Schweiz mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur über ein Freihandelsabkommen. Grösster Markt ist mit Abstand Brasilien, doch auch die anderen Mitgliedsstaaten können interessante Absatzgelegenheiten für Schweizer Exporteure von Medtech bieten.

Argentinien für Medizintechnik auf dem Radar behalten

Argentinien gab traditionell rund 7% seines BIP für die öffentliche Gesundheit aus. Mit dem Regierungswechsel von 2015 wurde zudem ein Wechsel der Wirtschaftspolitik eingeläutet und viele Importrestriktionen wurden erleichtert. Zwar steckt das Land derzeit wiederum in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, der argentinische Peso verlor jüngst stark an Wert. Dennoch könnte es lohnen, den Medizintechnik-Markt auf dem Radar zu behalten, denn er ist stark abhängig von ausländischen Importen. Im Gesundheitssektor stammen über 70% der Güter aus dem Ausland.

Voraussetzung für die Lieferung von Medtech-Gütern nach Argentinien ist die Zusammenarbeit mit einem Importeur, der wiederum registriert ist bei der ANMAT (Administración Nacional de Medicamentos, Alimentos y Tecnología Médica). Dieser Importeur nimmt ebenfalls die Registrierung des Produkts vor, diese dauert 6-24 Monate. Innerhalb des Mercosur-Raums besteht eine einheitliche Zollregelung von im Schnitt 14% für medizinische Produkte.

Chile: enge Handelsbeziehungen vereinfachen Markteintritt

Das Land am Pazifik ist nicht Teil des Mercosur-Verbunds. Es zeichnet sich durch eine traditionell sehr offene Handelspolitik aus und ein Handelsabkommen mit der Schweiz besteht seit Jahren. Auch in Chile liegt die Quote für Importe im Medtech-Bereich bei über 95% bei einem Marktvolumen von 785 Millionen USD. Dieses wird sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor umgesetzt, wobei der letzte rund zwei Drittel ausmacht. Hier herrschen Verfahren der öffentlichen Ausschreibung vor, im privaten Bereich wird direkt verhandelt. Das technische Niveau ist hoch: Die chilenische medizinische Community sieht sich als Vorreiter in der Region und versucht, neueste Medtech-Trends umzusetzen.

Rechtlich gesehen verpflichtet Chile keinen Exporteur, mit einem lokalen Partner zusammenzuarbeiten, doch ist dies häufig dennoch sehr zielführend für Promotion und Vertrieb der Produkte.

Einige medizintechnischen Geräte benötigen eine Registrierung von der chilenischen Behörde für öffentliche Gesundheit (ISP); Der Prozess braucht im Schnitt 60 Arbeitstage. Die Registrierung ist unbegrenzt gültig und kostet ungefähr 85 USD pro Produkt.

 

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