Analyse

Freihandelsabkommen mit Indonesien: Wo das Potenzial für Schweizer Exporteure liegt

Dank des Freihandelsabkommens zwischen den EFTA-Staaten und Indonesien werden über 98 Prozent der Schweizer Exporte in das asiatische Land schrittweise von Zöllen befreit. Damit besteht letztlich pro Jahr ein maximales Sparpotenzial von rund 39.3 Millionen US Dollar, wie eine Analyse von Professor Patrick Ziltener im Auftrag von Switzerland Global Enterprise (S-GE) zeigt. Am meisten dürften die MEM-, Food- sowie die Chemie- und Pharmaindustrie profitieren.

Indonesien zählt 260 Millionen Einwohner
Indonesien zählt 260 Millionen Einwohner

Bereits heute kann der ein grosser Teil der Exporte zollfrei nach Indonesien ausgeführt werden. Die restlichen 18,5% unserer derzeitigen Exporte, die nicht erfasst sind, werden in 5 bis 12 Jahren zollfrei sein. Dazu gehören Produkte aus der Landwirtschaft, aus dem MEM-Sektor, der Chemie- und Pharmaindustrie sowie Uhren und Präzisionsinstrumente. Das ermöglicht zu Beginn Einsparungen von rund 15 Millionen Franken pro Jahr, wie Patrick Ziltener in der Studie festhält.

Abbau innerhalb von zwölf Jahren

Nach fünf Jahren werden die Zölle für die nächsten 20 Prozent der Schweizer Exporte beseitigt, nach neun und zwölf Jahren folgen die letzten beiden Etappen. Somit werden spätestens zwölf Jahre nach Inkrafttreten des Abkommens zwischen EFTA und Indonesien über 98 Prozent der Schweizer Produkte zollfrei in den Inselstaat exportiert werden können und die jährlichen Einsparungen könnten sich dann auf 39.3 Millionen US Dollar pro Jahr erhöhen.

MEM-, Food-, Chemie- und Pharmaindustrie profitieren besonders

Das grösste Sparpotenzial besteht gemäss der Analyse von Patrick Ziltener in der MEM-Industrie sowie in der Chemie- und Pharmabranche. Hier dürften vor allem Zollbefreiungen auf Medikamente, Parfüms, Toiletten- und Kosmetikprodukte zu Buche schlagen. In der MEM-Branche fallen vor allem der Wegfall von Zöllen auf Turbinen und Maschinen für die Lebensmittelindustrie ins Gewicht. Aber auch die Food-Branche profitiert von massivem Zollabbau, so wird etwa der Zolltarif für bestimmte Süsswaren von 19 Prozent auf 0 Prozent gesenkt. 

Die detaillierte Analyse von Patrick Ziltener steht zum Download zur Verfügung:

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